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07.07.2011

10:27 Uhr

Cyberkriminelle

Google schließt elf Millionen Websites aus

Im Kampf gegen Spammer und Cyberkriminelle greift Google zu einer drastischen Maßnahme: Websites mit der Endung co.cc werden künftig nicht mehr angezeigt.

Bei Google künftig ausgeschlossen: Suchergebnisse mit der Endung .co.cc. Quelle: dpa

Bei Google künftig ausgeschlossen: Suchergebnisse mit der Endung .co.cc.

DüsseldorfDie Qualitätsoffensive bei Google führt zu einer radikalen Maßnahme: Um Internetkriminellen das Leben schwer zu machen, entfernte der Konzern alle elf Millionen Webadressen mit der Endung co.cc pauschal aus dem Suchindex, berichtet „The Register“.

Bei co.cc handelt es sich nicht um eine echte Länderdomain, sondern um eine Domain von einen privaten Anbieter, der es jedem ermöglicht, zwei Webadressen mit der Endung co.cc kostenlos einzurichten. Bis zu 100 Domains gibt es für einmalig 10 Dollar.

Der oberster Spam-Bekämpfer bei Google, Matt Cutts, begründete die Maßnahme in einer öffentlichen Nachricht bei Google+. Nicht alle sogenannten Freehoster, die Internetnutzer Subdomains kostenlos registrieren lassen, seien von geringer Qualität, betonte Cutts. „Wir sind auf jeden Fall bemüht fein zu unterscheiden, aber wenn auf einem bestimmten Freehoster große Teile der Seiten Spam oder von sehr niedriger Qualität sind, behalten wir uns vor, den gesamtem Domain-Bereich zu sperren“, so der Anti-Spam-Experte.

Der Freehoster co.cc nutzt den Umstand, dass in vielen Ländern wie Großbritannien (co.uk) oder Japan (co.jp) der Länderdomain bei kommerziellen Adressen ein „co“ vorangestellt wird. Bei co.cc handelt es sich aber nicht um eine solche offizielle Länderdomain, sondern lediglich um eine private Subdomain unter der Länderdomain der Kokoinseln, die zu australischem Territorium gehören. Die Domain co.cc gehört einem südkoreanischen Unternehmen.

Die Domains werden in großem Umfang von Kriminellen genutzt, vor allem bei sogenannten Pishing-Attacken. Dabei wird eine fremde Website nachgeahmt, um den Nutzer zur Eingabe von Passwörtern und anderen sensiblen Daten zu bewegen. Nach Daten der Anti-Pishing Working Group (APWG) wurden alleine im Dezember 2010 1200 Pishing-Angriffe von Seiten mit der Subdomain registriert.

Von

std

Kommentare (2)

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Realo

07.07.2011, 13:56 Uhr

Richtig, den Hahn einfach zudrehen!

kishi

07.07.2011, 21:06 Uhr

Ein sehr kolfiger Artikel, Kompliment.

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