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29.06.2016

13:46 Uhr

Cybersicherheit

Telekom und Fraunhofer starten „Volksverschlüsselung“

Das Interesse an sicherer digitaler Kommunikation wächst. Eine konsequente Mail-Verschlüsselung könnte Abhilfe schaffen, allerdings ist das vielen Laien zu kompliziert. Das soll sich nun ändern.

Mit wenigen, einfachen Klicks sollen die Anwender zukünftig in die Lage versetzt werden, verschlüsselte Mails zu versenden und zu empfangen. dpa

Cybersicherheit

Mit wenigen, einfachen Klicks sollen die Anwender zukünftig in die Lage versetzt werden, verschlüsselte Mails zu versenden und zu empfangen.

BerlinDie Verschlüsselung von E-Mails soll durch eine Initiative der Deutschen Telekom und des Fraunhofer-Instituts deutlich erleichtert werden. Unter dem Titel „Volksverschlüsselung“ stellten das Unternehmen und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT am Mittwoch eine Lösung für private Anwender vor, mit der auch technische Laien Ihre Mails mit Hilfe einer kostenlosen Software in wenigen Schritten verschlüsseln können. Eine erste Version läuft auf Windows-PCs, Lösungen für die Apple-Systeme macOS und iOS sowie Android und Linux seien geplant.

Mit wenigen, einfachen Klicks sollen die Anwender in die Lage versetzt werden, verschlüsselte Mails zu versenden und zu empfangen. Die Plattform übernimmt dabei auch die Beglaubigung der verwendeten Schlüssel und betreibt einen Verzeichnisdienst, in dem man die öffentlichen Schlüssel von Kommunikationspartnern suchen kann. Die eigentliche Software soll automatisch alle Schritte der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übernehmen. Entsprechende Pläne für eine sogenannte Volksverschlüsselung hatten Fraunhofer und Telekom bereits im November 2015 angekündigt.

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Insgesamt wird der Schaden durch Produktpiraterie für deutsche Maschinenbauer auf 7,3 Milliarden Euro geschätzt – das entspricht knapp 34.000 Jobs. An der Spitze der Plagiatoren steht China. Betroffen sind auch Daten.

„Mit der Volksverschlüsselung können Bürgerinnen und Bürger ihre digitale Souveränität verbessern und sich wirkungsvoll vor unerwünschter Massenüberwachung schützen“, sagte Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT. Die Anwendung soll ausdrücklich die digitale Agenda der Bundesregierung unterstützen und die Forderungen der „Charta zur Stärkung der vertrauenswürdigen Kommunikation“ erfüllen, die im November 2015 von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Vertretern aus der Wirtschaft unterzeichnet wurde.

Das Bundesinnenministerium begrüßte die Initiative für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das Angebot sei „ein wichtiger Beitrag für Deutschland als Verschlüsselungsstandort“, teilte Staatssekretär Klaus Vitt mit. Neben den 30 Millionen Kunden der E-Mail-Provider Web.de und GMX könnten nun auch Kunden der Telekom ihre Mails sicher verschlüsseln.

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