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16.01.2009

15:19 Uhr

Darüber spricht das Netz

Google verliert seine Unschuld

VonJens Schröder

Netzmulti Google entlässt erstmals Mitarbeiter und schließt einige Dienste, die kein Geld einbringen. Unterdessen sorgt ein gefährlicher Internet-Wurm für Schlagzeilen und in England wird ein populäres Internet-Archiv gesperrt. - "Darüber spricht das Netz" - jede Woche bei "Handelsblatt.com".

Google entlässt erstmals Mitarbeiter. Foto: ap Quelle: ap

Google entlässt erstmals Mitarbeiter. Foto: ap

Als "Verlust der Unschuld" und sogar als "Blutbad" bezeichnen einige bekannte Blogger das, was Internet-Gigant Google am Donnerstag angekündigt hat. Erstmals in der Unternehmensgeschichte werden Mitarbeiter entlassen, zudem schließt Google eine Reihe von Services und Diensten, die kein Geld abwerfen. Bisher galt das Unternehmen als Paradies für seine Angestellten: mit leckerem Gratis-Essen, perfekten Arbeitsbedingungen und eben keinen Entlassungen.

Die 100 Google-Angestellten, die nun gehen müssen, stammen aus der Personalabteilung - ihre Jobs werden überflüssig, weil die Zeiten, in denen Google über 100 Leute pro Woche eingestellt hat, eindeutig vorbei sind. Für die Nutzer relevanter: Parallel dazu teilte die Firma mit, einige Services nicht mehr weiterzuführen oder ganz zu schließen, weil mit ihnen einfach kein Geld zu verdienen ist. Prominenteste Opfer sind Google Video, wo es künftig nicht mehr möglich sein wird, neue Clips hochzuladen, sowie Google Notebook, wo keine neuen Nutzer mehr zugelassen werden. Auch der Twitter-Klon Jaiku wird nicht mehr weiterentwickelt.

Internet-Links

New York Times/Bits: Google Lays Off 100 Recruiters

search engine land: Google Ends Google Video Uploads, Shutters Notebook, Catalog Search, Dodgeball & Jaiku

ars technica: Google closes down lesser-known services, lays off staff

MediaMemo: Even Google?s Cutting Back: Firing 100 Recruiters, Dropping Projects

Ein neuartiger Internet-Wurm namens Conficker hat weltweit schon Millionen von Windows-PCs befallen und in Österreich Rechner der Kärntner Landesregierung und zahlreicher Krankenhäuser lahmgelegt. Die Viren-Experten von F-Secure rechnen mit mindestens 2,5 Millionen infizierten PCs, Tendenz steigend. Die "Kärtner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft" musste nach dem Befall von rund 3 000 Klinik-Rechnern das gesamte Netz außer Betrieb setzen und die Patientenversorgung musste einige Tage lang ohne Computer stattfinden. Conficker verbreitet sich laut Experten extrem schnell und sei so intelligent programmiert, dass Schadsoftware aus dem Internet nachgeladen würde. Zudem verschleiere der Wurm seine Aktivitäten sehr gut. Als Schutz vor dem Befall sollte eine aktuelle Anti-Viren-Software installiert werden.

Internet-Links

Futurezone: Conficker wurmt weiter

Guardian Technology Blog: Downadup worm threatens Windows

F-Secure Weblog: How Big is Downadup? Very Big

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