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31.12.2011

13:30 Uhr

Datenklau

Anonymous will „verheerendes Chaos“ anrichten

Die Hackerorganisation hat jetzt hunderttausende Kundendaten veröffentlicht, die sie bei der US-Sicherheitsfirma Stratfor geknackt hatte. Die Cyber-Aktivisten drohen mit weiteren Angriffen in der Silvesternacht.

WashingtonIn einer Erklärung im Internet veröffentlichte die Gruppe am späten Donnerstagabend (Ortszeit) Links mit rund 75.000 Namen, E-Mail-Adressen, Kreditkartennummern und Passwörtern von Stratfor-Kunden. Zudem waren Benutzernamen und Passwörter von 860.000 Menschen einsehbar, die sich auf der Internetseite des Unternehmens angemeldet hatten. Auch rund 50.000 E-Mail-Adressen von Vertretern der US-Regierung wurden veröffentlicht.

Anonymous kündigte in der Erklärung zudem an, zu Silvester „mehrere Ziele der US-Sicherheitsbehörden im ganzen Land“ angreifen zu wollen, äußerte sich aber nicht zu konkreten Plänen. Die Gruppe rief zudem die internationale Hackergemeinde auf, die veröffentlichten Daten zu nutzen, um „verheerendes Chaos“ in den E-Mail- und Kreditkarten-Systemen der „reichen und mächtigen Unterdrücker“ anzurichten.

Hacker bei der Arbeit: Die Gruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben tausende Kreditkartendaten von Kunden der US-Sicherheitsfirma Stratfor ins Internet gestellt. dpa

Hacker bei der Arbeit: Die Gruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben tausende Kreditkartendaten von Kunden der US-Sicherheitsfirma Stratfor ins Internet gestellt.

Anonymous hatte am vergangenen Wochenende mitgeteilt, sensible Daten von tausenden Stratfor-Kunden geknackt zu haben. Die Gruppe veröffentlichte am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter einen Link zu einer Liste von Stratfor-Kunden. Die US-Firma räumte einen Hackerangriff ein und bedauerte in einer in dem Netzwerk Facebook veröffentlichten Mitteilung den Vorfall.

Anonymous war mit Online-Angriffen auf Gegner der Enthüllungsplattform Wikileaks bekannt geworden. Die Hacker hatten unter anderem Angriffe gegen das Kreditkartenunternehmen Visa und den Internet-Bezahldienstleister PayPal gestartet, die nach der Veröffentlichung von geheimen US-Diplomatendepeschen ihre Zahlungen an Wikileaks eingestellt hatten.

Von

afp

Kommentare (21)

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phantasticphallustic

31.12.2011, 14:01 Uhr

Echt KLASSE!! Aber: wirklich nur die REICHEN!! Ein derartiges, globales Erdbeben wäre wirklich phantastisch.
In diesem Sinne: alles Gute für das Kommende!

Puttelasche

31.12.2011, 14:02 Uhr

Na ja, ich halte die Aktion dann doch für sehr extrem.

Andererseits ist es offensichtlich so, daß viele Firmen es immer noch nicht geraffft haben, ihre Systeme ausreichend abzusichern. Ja, ich weiß auch, daß es die 100%ige Sicherheit nicht gibt, aber man kann mehr machen, als scheinbar gemacht wurde. Die Lsut des angreifers kann auch gebrochen werden, in dem man es ihm besonders schwer macht - ggf. auch zu schwer.

Aufgrund jahrelanger persönlicher Erfahrungen wundert es mich nicht, daß immer wieder amerikanische Firmen gehackt werden. Die Amis haben zum einen nur ein sehr unterentwickeltes Sicherheitsbewußtsein, was den Umgang mit Privatdaten angeht. Zudem herrscht in den Firmen eine ausgeprägte LmaA-Mentalität, was mit der strikten Arbeitsteilung zu tun hat. Und die gibt es, weil nur so das hire and fire die Arbeitsprozesse am wenigsten stört. Auf daß nur ja keiner über die Schreibtischkante hinaus denkt.

Thomas-Melber-Stuttgart

31.12.2011, 14:18 Uhr

Tja, schade, daß die Anonymen wohl doch nur normale Kriminelle sind.

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