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17.05.2011

07:08 Uhr

Szene aus dem Computerspiel Lara Croft. Quelle: gms

Szene aus dem Computerspiel Lara Croft.

San Francisco

Die Diskussion über die Sicherheit von Onlineseiten und Cloud-Computing spitzt sich weiter zu.

Der Spielekonzern Square Enix bestätigte heute einen Datendiebstahl auf mehreren seiner Online-Gamingseiten. Dabei seien rund 25.000 E-Mailadressen und auch Lebensläufe von mindestens 350 Bewerbern für Jobs gestohlen worden. Square Enix will alle Betroffenen persönlich anschreiben.

"Wir können bestätigen, dass sich eine Gruppe von Hackern sowohl zu unserer Seite www.Eidosmontreal.com als auch zu zweien unserer Produktseiten Zugang verschafft haben", teilte Square Enix ("Lara Croft") mit. Die Seiten seine sofort vom Netz genommen worden. Persönliche Daten im Zusammenhang mit den E-Mailadressen seien nicht entwendet worden, ebenso keine Kreditkarteninformationen.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nachdem Hacker in die Online-Server von Sonys Playstation Netzwerk eingedrungen waren und über 75 Millionen Datensätze gestohlen hatten. Sony hat erst jetzt damit begonnen, seine Online-Seiten schrittweise wieder ans Netz zu geben.

Mittlerweile scheint sich zu bestätigen, dass die Angriffe zumindest auf Sony über den Cloud-Computing-Service von Amazon geführt wurden. Auch dieser Dienst musste vom Netz genommen werden, wobei es sogar zu Datenverlusten bei einigen Kunden gekommen war, schon fast der größtmögliche Imageschaden für einen Cloud-Service, bei dem Speicher- und Rechenkapazitäten im Internet bereitgestellt werden. Ob dies ursächlich mit dem Hack zusammenhängt ist allerdings nicht klar.

Datenschützer prangern seit längerem an, dass viele Webseiten oder Onlineshops bei ihren Anmeldeprozeduren weit mehr persönliche Informationen verlangten, als sie eigentlich bräuchten. Dadurch erhöhe sich das Risiko für die Kunden erheblich.


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