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06.01.2005

15:24 Uhr

Der Gizmondo vertreibt Konsolen-Spieler aus den Wohnzimmern

Leichtes Spiel für große Jungs

VonChristoph Strobel

Die Zukunft ist nichts für Stubenhocker und Couchpotatoes. Wenn es nach den Firmen geht, die ab heute im Rahmen der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas ihre Trends auspacken, dann wird Unterhaltungselektronik so mobil wie eine Armbanduhr.

Der PSP von Sony kommt in Deutschland im März in den Handel. Foto: Hersteller

Der PSP von Sony kommt in Deutschland im März in den Handel. Foto: Hersteller

FRANKFURT. Zu den Produkten, die auf der Höhe der Zeit sind, gehört damit auch der Gizmondo. Bis Sonntag noch auf den Ausstellungsflächen von Microsoft und Nvidia soll die Windows-CE-Spielekonsole mit GPS ab März in Deutschland zu haben sein.

Eigens zu diesem Zweck wird zum 1. Februar in Frankfurt am Main die Gizmondo Germany GmbH gegründet, die sich um den Vertrieb der Konsole sowie der dazugehörigen Spiele kümmern will. Gleichzeitig eröffnet Geschäftsführer Bertil Hjert Am Schaumainkai 91 einen Showroom, wo Interessierte die Konsole gleich ausprobieren können. Er wird von Andreas Henzler als Senior Product Manager unterstützt, der zuvor bei Vivendi Universal Games Deutschland arbeitete.

Während Sony auf der CES die Werbetrommel für die tragbare Playstation PSP rührt, will Gizmondo die Spielerherzen mit einer Weltneuheit auf Touren bringen. Als erstes Gerät dieser Art hat der so genannte Spiele-Handheld einen GPS-Empfänger für ortsabhängiges Spielen sowie GPRS-Funktionen eingebaut. Der Hersteller Tiger Telematics verspricht auf der Homepage die Herausforderung, gegen Gleichgesinnte auf der ganzen Welt antreten zu können. Zunächst taugt die Funktion allerdings nur zur Übermittlung für SMS- und MMS-Nachrichten. Als Kurzstreckenfunk kommt in der Spielekonsole Bluetooth zum Einsatz.

Herzstück des Gizmondo ist ein mit 400 MHz getakteter ARM-Prozessor von Samsung. Für die Grafikdarstellung vertraut Tiger Telematics in dem Gerät auf einen GeForce-4500-Nvidia-Grafikchip. Zur Anzeige kommt ein TFT-Bildschirm mit einer Diagonale von 2,8 Zoll und einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln zum Einsatz. Über einen SD-Card-Steckplatz lässt sich der nicht bezifferte, interne Speicher ergänzen. Der 130 Gramm wiegende Gizmondo ist außerdem mit einer Digitalkamera bestückt.

Auf der Homepage ist das auf der CeBIT 2004 vorgestellte Spielmobil (damals noch Gametrac) bereits zum Preis von etwa 330 Euro erhältlich. Auch wenn der endgültige Preis für Deutschland noch nicht feststeht, wird er wohl über der Konkurrenz von Sony und Nintendo liegen. Damit bewegt sich der Gizmondo auf dem Niveau der Palm OS-Konsole Zodiac von Tapwave, die ebenfalls noch in diesem Jahr die deutschen Spieler an die frische Luft bringen will.

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