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31.03.2011

09:10 Uhr

Deutscher Computerspielpreis

„A new Beginning“ räumt ab

Computerspiele zum Thema Energie und Klimawandel sind die Gewinner des diesjährigen Computerspielpreises. Ausgezeichnet wurden deutsche Spiele in verschiedenen Kategorien wie bestes mobiles Spiel und bestes Jugendspiel.

Die Preisträger Ralf Wirsing (l-r) und Mohamed Gambouz sowie Moderatorin und Laudatorin Nova Meierhenrich posieren nach der Verleihung des deutschen Computerspielpreises Lara in München mit ihrem Preis in der Kategorie "Bestes Internationales Konsolenspiel". Quelle: dpa

Die Preisträger Ralf Wirsing (l-r) und Mohamed Gambouz sowie Moderatorin und Laudatorin Nova Meierhenrich posieren nach der Verleihung des deutschen Computerspielpreises Lara in München mit ihrem Preis in der Kategorie "Bestes Internationales Konsolenspiel".

MünchenDas Spiel „A new Beginning“, in dem es darum geht, die Welt mit erneuerbaren Energien vor der Klimakatastrophe zu retten, gewann bei der Verleihung bei der „Munich Gaming“ am Mittwochabend in München in gleich zwei Kategorien. Es wurde sowohl zum besten deutschen Spiel als auch zum besten Jugendspiel erklärt.

„Ohne pädagogischen Zeigefinger wird der Spieler mit den großen Zukunftsherausforderungen im Hinblick auf das Thema Energie konfrontiert und bestens unterhalten“, urteilte die Jury. Die Entwickler aus Hamburg und Planegg bei München bekommen ein Preisgeld von insgesamt 125.000 Euro.

Als „Bestes Serious Game“ wurde ebenfalls ein Spiel zum Thema Energie ausgezeichnet: Das Strategiespiel „Energetika“, in dem der Spieler in einem fiktiven Zukunftsstaat unter anderem forschen und Kraftwerke bauen muss, erhielt den mit 50.000 Euro dotierten Preis.

Als „Bestes Mobiles Spiel“ wurde das Weltraum-Spiel „Galaxy on Fire 2“ ausgezeichnet (50.000 Euro), der mit ebenfalls 50.000 Euro dotierte Preis in der Sparte „Bestes Browsergame“ ging an „Die Siedler Online“. Als Sieger aus einem Schüler- und Studentenwettbewerb ging das skurrile „Tiny & Big - Grandpa's Leftovers“ hervor.

„Computerspiele sind ein Leitmedium der jungen Generation“, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann am Mittwoch laut Mitteilung.

Computerspiele seien inzwischen „eine beachtenswerte Kunstform des digitalen Zeitalters“.

Der Deutsche Computerspielpreis wird seit 2009 verliehen. Er wurde vom Deutschen Bundestag initiiert, um pädagogisch wertvolle Spiele von deutschen Entwicklern und Herstellern zu fördern. Kritiker bemängeln an der Auszeichnung allerdings, die Jury nehme Computerspiele als Unterhaltungsmedien für Erwachsene nicht ernst und zwinge den Spielen einen Erziehungscharakter auf.

Zum ersten Mal wurde der mit insgesamt 385.000 Euro dotierte Preis in diesem Jahr gemeinsam mit dem undotierten Branchenpreis „Lara-Award“ vergeben, mit dem internationale Spiele ausgezeichnet werden. Der Preis für das beste internationale Spiel ging an „Star Craft II: Wings of Liberty“, der für das beste Konsolenspiel an „Assassin's Creed: Brotherhood“ und der für das beste mobile Spiel an „World of Goo“.

Von

dpa

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