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12.08.2011

15:30 Uhr

Deutschland

Google lässt den "Panda" frei

Quelle:Golem.de

Googles radikales "Panda"-Update ist nun in fast allen Ländern aktiv - auch in Deutschland. Einige deutsche Websites dürften damit erheblich an Besuchern verlieren. Auf was beim Google-Ranking jetzt zu achten ist.

Google geht aggressiv gegen Spammer vor: Das "Panda"-Update ist wahrscheinlich die radikalste Änderung des Suchmaschinenalgorithmus seit die Websuche besteht. Quelle: dpa

Google geht aggressiv gegen Spammer vor: Das "Panda"-Update ist wahrscheinlich die radikalste Änderung des Suchmaschinenalgorithmus seit die Websuche besteht.

DüsseldorfVor allem, um sogenannte Content-Farmen von den obersten Plätzen der Ergebnisseiten zu verdängen, hatte Google in der englischsprachigen Websuche das "Panda"-Update bereits Anfang des Jahres eingespielt. In den USA wirkte sich das "Panda"-Update auf rund 12 Prozent aller Suchanfragen aus. Manche Websites verloren 90 Prozent ihrer Sichtbarkeit in der Suchmaschine und büßten merklich an Traffic ein.

Ab sofort nutzt Google "Panda" für fast alle Sprachen, ausgenommen sind lediglich chinesisch, japanisch und koreanisch. Das heißt, "Panda" ist jetzt auch in Deutschland aktiv. Google geht davon aus, dass das Update in den meisten Sprachen Auswirkungen auf etwa 6 bis 9 Prozent der Suchanfragen haben wird.

Google-Tipps nach dem Panda-Update

Lernen Sie die Nutzer kennen!

Wer wissen möchte, wie die eigene Website bei den Nutzern ankommt, sollte Sie zunächst kennenlernen. Das ist durch den Einbau kostenloser Tools wie Google Analytics möglich, die übersichtlich unter anderem Herkunft der Nutzer auflisten und durch welche Suchbegriffe oder Links sie auf die Seite gefunden haben. Vor allem über welche Suchebegriffe die Nutzer Ihre Seite finden, ist interessant. Finden Sie auf Ihrer Website das, wonach sie suchen?

Seiten sinnvoll betiteln

Wichtig wird mit dem „Panda“-Update auch, dass die Nutzer hinter dem Titel einer Seite auch das finden, was dieser verspricht. Nach wie vor empfiehlt es sich, Titel und Inhalte darauf abzustimmen, wonach Nutzer suchen – „Gebrauchtwagen in Köln“ ist beispielsweise ein attraktiverer Titel als ein kaum bekannter Eigenname. Titel und die ersten Worte eines Dokuments sollten auf den ersten Blick klar machen, worum es auf der entsprechenden Unterseite der Website geht.

Auch Technik wird wichtig

Auch technische Aspekte spielen durch die Analyse des Nutzerverhaltens eine größere Rolle: Lädt die Seite langsam, werden sie viele Nutzer schnell wieder verlassen. Dasselbe gilt, wenn sie optisch nicht ansprechend ist oder in einigen Browsern falsch dargestellt wird. Tools wie Google Analytics verraten Ihnen auch, mit welchen Browsern die Leser Ihre Seite besuchen. Testen Sie, ob die Website in allen Browsern funktioniert, die Ihre Nutzer häufig einsetzen.

Zu viel Werbung verschreckt die Nutzer

Werbung – insbesondere bestimmte Formen der Werbung wie sogenannte Popups – wirken auf die Nutzer abschreckend. Das war für das Google-Ranking bisher nicht relevant, spielt nach dem "Panda"-Update aber eine Rolle.

Was Sie vermeiden sollten

Wenn man sich die durch Google nach dem „Panda“-Update abgestraften Seiten genauer ansieht, ergeben sich gewisse Muster: So fällt beispielsweise auf, dass vor allem jene Seiten abgestraft wurden, die wenig eigene Text-Inhalte besaßen und viele interne Links auf das eigene Angebot und relativ wenige oder unnatürlich scheinende Links nach außen.

Das Update soll die Relevanz der Google-Suche verbessern, indem qualitativ minderwertige Inhalte herabgestuft und Seiten mit hoher Qualität, also tiefergehenden Berichten, höher in den Suchergebnissen gelistet werden.

Google geht damit gegen Contentfarmen wie Demand Media vor, die das Web mit einer hohen Zahl an billig produzierten Inhalten überschwemmen, nur mit dem Ziel, Besucher über Suchmaschinen auf ihre Seiten zu ziehen. Daher wurde Panda zunächst auch als "Farmer-Update" bezeichnet.

Google geht davon aus, dass der Algorithmus die Qualität einer Website sehr genau erkennt. Dennoch gab es viele Klagen von Webmastern, die ihre Seiten zu Unrecht herabgestuft sahen. Google selbst gibt betroffenen Websites nur eine sehr allgemeine Hilfestellung in Form einer Liste von Fragen, die sich Websitebetreiber stellen sollten.

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