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07.01.2005

13:00 Uhr

IT + Telekommunikation

Deutschland im digitalen Bilderrausch

Fotografieren ist mit der Digitaltechnik in Deutschland zu einem Volkssport geworden: Noch nie wurden hier zu Lande nach Herstellerangaben so viele Kameras verkauft wie 2004. Bundesweit gingen vergangenes Jahr 8,3 Mill.

Schumacher und Barrichello mit Kameras

F1-Piloten Schumacher (r) und Barrichello (l) mit Digitalkameras.

dpa DÜSSELDORF. Fotografieren ist mit der Digitaltechnik in Deutschland zu einem Volkssport geworden: Noch nie wurden hier zu Lande nach Herstellerangaben so viele Kameras verkauft wie 2004. Bundesweit gingen vergangenes Jahr 8,3 Mill. analoge und digitale Kameras über die Ladentische, teilte Fuji Deutschland in Düsseldorf mit.

Das sind fast ein Fünftel mehr verkaufte Kameras als 2003. Hinzu kamen etwa zehn Mill. Handys mit Fotofunktion. Auch die Gesamtzahl der Fotoabzüge - inklusive der Ausdrucke am heimischen PC - habe mit mehr als sechs Mrd. einen neuen Höchststand erreicht.

Während die Nachfrage nach Digitalkameras kräftig um 40 Prozent auf rund sieben Mill. Stück stieg, ging der Absatz analoger Kameras um 35 Prozent auf 1,3 Mill. Stück zurück. Derzeit ist in acht von zehn deutschen Haushalten eine analoge Kamera vorhanden. Digitalkameras haben in jedem dritten Haushalt Einzug gehalten.

Die Vielfalt der angebotenen Modelle sei so groß wie noch nie, hieß es. Derzeit buhlten allein auf dem Markt der Digitalkameras über 100 Hersteller mit mehr als 1 000 Modellen um die Gunst der Käufer. Darunter befänden sich 500 Modelle, die im vergangenen Jahr neu auf dem Markt kamen.

„Das Wachstum bei Digitalkameras bleibt, aber flacht ab“, sagte Fuji-Deutschland-Chef Helmut Rupsch. Für 2005 werde der Verkauf von acht Mill. Digitalkameras in Deutschland erwartet. Das wären etwa 15 Prozent mehr als 2004. Das größte Wachstum wird bei Fotoabzügen von digitalen Bildern prognostiziert.

Während 2004 in Deutschland etwa zwei Mrd. Papierbilder von digitalen Daten zu Hause, beim Händler und in Großlaboren erstellt wurden, könnten es in diesem Jahr 3,5 Mrd. werden. Die Infrastruktur für digitale Bilddaten werde im deutschen Handel ausbaut. Derzeit gebe es 11 000 Annahmestellen.

Fuji gehört nach eigenen Angaben bei Digitalkameras weltweit zu den fünf größten Anbietern und in Deutschland zu den zehn größten. Zwei Drittel des Deutschland-Umsatzes erzielt Fuji mit seinen Kameras, Speicherkarten, Filmen, Fotopapier und den Minilaborgeräten für Fotohändler. Ein Drittel des Umsatzes tragen mit wachsender Tendenz die Geschäfte mit Medizin- und Drucktechnik bei. Genaue Umsatzzahlen für Deutschland nennt das Unternehmen nicht. Der japanische Konzern beschäftigt bundesweit rund 400 Mitarbeiter.

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