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02.01.2004

10:20 Uhr

Die DENIC als eigenständige Institution feiert Jubiläum

Zehn Jahre deutsche Domainverwaltung

Mit der Öffnung des Internets wurde auch eine Verwaltung für die Domainnamen notwendig. Vor 10 Jahren startete Denic, der Herr über alle .de Adressen.

Keine deutsche Webseite ohne DENIC Zustimmung

Keine deutsche Webseite ohne DENIC Zustimmung

hiz DÜSSELDOF. Frankfurt ist Sitz der Verwaltung für alle Internetnamen die mit .de enden. Denic leitet sich aus der Abkürzung für Deutsches Network Information Center. Sie nahm am 1. Januar 1994 an der Universität Karlsruhe ihren Dienst auf. Die Geschichte der Denic hat ihren Ausgangspunkt aber in Dortmund. Und er liegt auch schon länger zurück als zehn Jahre. Im November 1986 wurden die Voraussetzungen geschaffen, später einmal .de-Domains nutzen zu können. Damals wurde .de zum ersten Mal in die Rootserver des Internets eingetragen. Das sind die Rechner, in denen alle Internetnamen hinterlegt sind. 1991 startete dann am Universitäts-Rechenzentrum in Dortmund ein erster Nameserver-Dienst für die damals noch kleine deutsche Internet Community. Die Endung de stammt aus der ISO-Liste 3166-1 mit den zweibuchstabigen Abkürzungen für Landesnamen. Auf die hatte man sich international als Basis für landesbezogene Top-Level-Domanis geeinigt.

Die Verwaltung der Domains erfolgte in der ersten Zeit sozusagen auf Zuruf. Die Internetnamen und die dazugehörenden Rechneradressen wurden in einer Liste eingetragen, die zunehmend länger wurde. Bald zeigte sich, dass dieses auf Freiwilligenbasis beruhende System auf eine breitere und ausbaufähigere Grundlage gestellt werden musste. Im August 1993 konstituierte sich daher auf Initiative der damaligen drei deutschen Internet Service Provider der "Interessenverbund DE Network Information Center (IV-Denic)", der den Betrieb des Nameserver-Dienstes bundesweit ausschrieb. Die Universität Karlsruhe übernahm ab Januar 1994 zunächst für drei Jahre die Verwaltung und Registrierung der .de-Domains. Damit war aus dem freiwilligen Service Denic die Institution Denic geworden. Die Domainzahl lag zu Beginn bei ungefähr 1 000. Bis Mitte 1996 erhöhte sie sich auf 20 000.

Im Dezember 1996 beschloss daher eine Versammlung des IV-Denic, dem inzwischen 36 deutsche Internet Service Provider angehörten, zusammen mit einem weiteren interessierten Unternehmen die Gründung einer Genossenschaft zur Verwaltung der deutschen Domains und der Bereitstellung der dazu notwendigen Infrastruktur. Dies war die Geburtsstunde der Denic eG. Die Geschäftsstelle wurde im Juli 1997 in Frankfurt eingerichtet, wo seit Januar 1999 alle Aktivitäten konzentriert sind.

Heute ist die de Top-Level Domain mit sieben Millionen Eintragungen, die zweitgrößte weltweit. Sie nur von den .coms übertroffen. Seit Bestehen wurde bei Denic der Ausbau der Infrastruktur intensiv vorangetrieben. Inzwischen steht für die meisten Denic-Dienste redundante Hardware bereit. Seit Dezember 2003 werden auch alle elf Nameserver für die .de-Zone von der Denic selbst betrieben.

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