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04.04.2016

11:58 Uhr

Die richtige Backup-Strategie

Mit den Daten auf der sicheren Seite

Quelle:dpa

Die Festplatte des Rechners gibt plötzlich den Geist auf oder Schadsoftware befällt den PC. Erst dann erkennen viele den Wert regelmäßiger Backups. Dabei ist das Sichern keine Hexerei und einfacher, als viele denken.

Sichern ist keine Hexerei und einfacher, als viele denken. dpa

Daten sichern

Sichern ist keine Hexerei und einfacher, als viele denken.

Idealerweise werden die Daten getrennt vom Betriebssystem in einer eigenen Partition gespeichert. So kann man System und Daten einfacher getrennt sichern und auch wiederherstellen. Denn nicht nur eine Daten-, sondern auch eine Systemsicherung kann sinnvoll sein. Das erspart Nutzern nach einem Festplattencrash im Zweifel die Neuinstallation sämtlicher Programme.

Der kürzeste Weg zur Sicherung führt über die Betriebssysteme, die entsprechende Programme mitbringen. „Beim Mac macht es keinen Sinn, eine andere Software zu verwenden”, sagt Mike Belschner vom IT-Portal „Netzwelt.de”. „Und auch bei Windows reichen die Bordmittel eigentlich aus.” Die Windows-eigene Sicherung habe auch schlicht den Vorteil, dass der Nutzer nichts zusätzlich installieren muss. Und: „Da muss ich mir keine Gedanken über die Art der Sicherung machen, und ich habe auch keine Probleme, wenn es einmal darum geht, die Sicherung wieder zurückzuspielen.”

Wie die Hacker zum Ziel kommen

Eine einzige Schwachstelle reicht

Wenn kriminelle Angreifer in ein Computersystem eindringen wollen, haben sie einen Vorteil: Sie müssen womöglich nur eine einzige Schwachstelle finden, um einen Rechner zu kompromittieren. Einige ausgewählte Angriffsmethoden.

Verspätetes Update

Es gibt praktisch keine fehlerlose Software – wenn Sicherheitslücken entdeckt werden, sollte sie der Hersteller mit einem Update schließen. Viele Firmen lassen sich jedoch Zeit, diese zu installieren und öffnen Angreifern somit Tür und Tor.

Angriff auf die Neugier

Der Mensch ist neugierig - das machen sich kriminelle Hacker zunutze: Sie verfassen fingierte E-Mails, die wichtige Dokumente oder ein lustiges Video versprechen, aber nebenbei die Zugangsdaten eines Mitarbeiters stehlen. Phishing wird diese Methode genannt.

Gutgläubigkeit als Einfallstor

„Hier ist die IT-Abteilung. Wir brauchen mal Ihr Passwort“: Nicht selten gelangen Angreifer mit einem dreisten Anruf an die Zugangsdaten eines Mitarbeiters. Wer gutgläubig ist, fällt auf diese Masche rein – obwohl die IT-Fachleute aus dem eigenen Haus nie so eine Frage stellen würden.

Ein Passwort, das nicht sicher ist

Ob Router oder Drucker: Viele Geräte werden mit einem Standardpasswort ausgeliefert. Wenn die IT-Abteilung es nicht verändert, haben Angreifer leichtes Spiel. „Die Handbücher mit dem Passwort stehen oft im Internet“, sagt Joachim Müller, Chef für IT-Sicherheit beim Dienstleister Ceyoniq Consulting.

Ein schwaches Glied

Angreifer suchen das schwächste Glied in der Kette, häufig alte Systeme. Zudem kennen professionelle Angreifer – neben Kriminellen auch Geheimdienste – oft Sicherheitslücken, die den Herstellern der Software noch nicht bekannt sind. Gegen solche Zero-Day-Exploits kann man sich kaum schützen.

Teils einfacher oder übersichtlicher als die Windows-Bordlösung können aber spezialisierte Backup-Programme sein, die noch nicht einmal etwas kosten müssen, etwa Cobian Backup, Paragon Backup & Recovery 14 Free Edition, Areca Backup oder Aomei Backupper Standard.

Je nachdem, wie unterschiedlich wichtig Daten sind, könne es sinnvoll sein, nicht nur eine, sondern verschiedene Backup-Rhythmen anzulegen, sagt Markus Mandau vom „Chip”-Computermagazin. „Wenn ich etwa an einem Projekt arbeite, was vielleicht ins Berufliche hineingeht, dann können davon auch zwei Sicherungen am Tag gemacht werden.”

Die meisten Programme bieten zwei verschiedene Sicherungsarten: inkrementell oder differenziell. Beide machen zuerst ein Voll-Backup. Bei der inkrementellen Sicherung werden dann nur die Änderungen im Vergleich zum Voll-Backup oder zur letzten inkrementellen Sicherung gespeichert. Das geht schneller und spart Speicherplatz im Vergleich zum differenziellen Backup, das immer alle Änderungen im Vergleich zum letzten Voll-Backup speichert, dafür aber etwas sicherer ist.

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