Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.03.2006

16:45 Uhr

Drahtlose Netzwerke

Firmen schlampen bei WLANs

Auch Firmen sind bei drahtlosen Netzen leichtsinnig. Eine Untersuchung der Panda Labs ergab, dass fast 60 Prozent aller drahtlosen Netzwerkumgebungen mit keinem Sicherheitssystem ausgestattet sind. Per so genanntem "War Driving" ist das Eindringen in Unternehmensnetzwerke möglich.

hiz DÜSSELDORF. Bei der Befragung zum Thema "Sicherheit in kabellosen Netzwerken" offenbarten sich die Unzulänglichkeiten der häufig genutzten Netzwerkverschlüsselung WEP. Eine bessere Funktionssicherheit bieten hingegen Systeme wie WPA oder WPA-PSK. Überrascht waren die Experten aber von der Häufigkeit drahtloser Netze, die vollkommen offen für jeden zugängig waren. Ausgenutzt wird dieser Leichtsinn von so genannten „War Drivern“, die sich über offene WLANs kostenlos Zugang zum Internet und zu den angeschlossenen Rechnern verschaffen. Unter War Driving versteht man das Aufspüren offener Einstiegspunkte in drahtlose Netzwerke mit Hilfe eines kabellosen Laptops und einer Software zum Auffinden bestehender Netzwerke.

Der Schaden, der durch solche Attacken bei Privatpersonen angerichtet werden kann, ist für den Betroffen zwar schmerzlich, jedoch überschaubar. Kritischer sind die offenen Firmennetze. Kabellose Netzwerke stellen einen Infektionskanal für "stille" Schädlinge und zielgerichtete Attacken dar. Internet-Betrüger können sich nicht nur ins System einhacken, sondern auch schadhafte Codes, die an die jeweilige Unternehmensgröße angepasst sind, einschleusen. Dadurch können den betroffenen Firmen erhebliche Schäden zugefügt werden. Neben den möglichen finanziellen Einbußen droht ein Imageverlust. Zudem können die IT-Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt werden, weil sie gegen sie gesetzliche Sorgfaltspflicht verstoßen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×