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25.01.2007

08:05 Uhr

Elektro

Siemens A & D kauft Softwarehersteller UGS

Der Siemens-Bereich Automation and Drives (A & D) hat den amerikanischen Softwarehersteller UGS für 3,5 Mrd. US- Dollar (rund 2,7 Mrd. Euro) gekauft. Die teilte das Unternehmen in München mit. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden.

dpa MüNCHEN. Der Siemens-Bereich Automation and Drives (A & D) hat den amerikanischen Softwarehersteller UGS für 3,5 Mrd. US- Dollar (rund 2,7 Mrd. Euro) gekauft. Die teilte das Unternehmen in München mit. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden.

UGS ist der weltweite elftgrößte Softwarekonzern. Der Markt für diese Software und Dienstleistungen habe ein jährliches Volumen von rund 13 Mrd. Dollar und Wachstumsraten zwischen sieben und neun Prozent, teilte Siemens mit.

„Durch die Akquisition von UGS (Plano/US-Bundesstaat Texas) verbinden wir die Kompetenz zur "Digitalen Fabrik" mit unserem führenden Know-how in der Industrieautomatisierung. Dadurch machen wir die Prozesse unserer Kunden schneller, besser und kostengünstiger. Mit dieser einzigartigen Kombination unterstreichen wir unsere Stellung als Trendsetter in der Automatisierungstechnik und heben dieses Geschäft in eine neue Dimension“, sagte der Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG Klaus Kleinfeld. Mit A & D und UGS schlössen sich zwei Weltklasse-Unternehmen zusammen, die bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet haben und die erhebliche Wachstumssynergien generieren werden.

UGS hat nach eigenen Angaben Kunden in 62 Staaten und beschäftigt weltweit 6 800 Menschen. Im Jahr 2005 erreichte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1,15 Mrd. Dollar.

Ferner beabsichtigt Siemens nach eigenen Angaben den Börsengang seiner Automobilzuliefersparte Siemens VDO Automotive (SV), an der Siemens die Aktienmehrheit behalten werde. Mit diesem Schritt würden die Voraussetzungen geschaffen, SV die notwendigen Finanzmittel und vergrößerten Handlungsspielraum für weiteres Wachstum zu gewähren. Mit einem Umsatzvolumen von zehn Mrd. Euro im vergangenen Jahr sei SV einer der erfolgreichsten und größten Siemens-Bereiche.

„Ein Börsengang eröffnet SV mehr Flexibilität, seine starke Position im Markt für Automobilelektronik weiter auszubauen und auch die Chancen der Marktkonsolidierung für sein Wachstum aktiv zu nutzen“, sagte Siemenschef Kleinfeld. Die Ausweitung des überaus erfolgreichen und profitablen, aber kapitalintensiven Geschäfts von SV sei schon länger Gegenstand intensiver Überlegungen bei Siemens.

„Wir sind überzeugt, dass ein Börsengang eine hoch attraktive Option ist, um die Expansion von SV weiter voranzutreiben. Damit würden wir ein neues Erfolgskapitel von SV schreiben und dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern enorme Zukunftschancen eröffnen“, betonte Kleinfeld. Die Vorbereitungen für einen Börsengang werden unmittelbar aufgenommen. Weitere Details stünden noch nicht fest.

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