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07.01.2014

13:47 Uhr

Elektronikmesse CES

Intel mit neuen Chips und PC-Kamera

Der Chip-Riese Intel löst sich immer mehr vom schrumpfenden PC-Geschäft und will verstärkt bei tragbarer Technik punkten. Zudem zeigt Intel auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas eine Kamera mit Augensteuerung.

„Wir würden gerne mit IT-Geräten so kommunizieren, wie wir das miteinander tun.“ Intel-Manager Mooly Eden bei der Pressekonferenz des Chip-Herstellers auf der CES in Las Vegas. dpa

„Wir würden gerne mit IT-Geräten so kommunizieren, wie wir das miteinander tun.“ Intel-Manager Mooly Eden bei der Pressekonferenz des Chip-Herstellers auf der CES in Las Vegas.

Las VegasBei Smartphones und Tablets kam der Chip-Primus Intel bislang kaum zum Zug, bei tragbarer Technik wie Datenuhren und Sensoren will er dagegen von Anfang an dabei sein. Die kleinen Prozessoren, die Intel auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas demonstriert, sollen in tragbare Technik wie Datenuhren, Armbänder oder Sensoren zum Beispiel für Baby-Bekleidung kommen.

Das Geschäft von Intel hängt immer noch sehr stark von klassischen PCs ab. Deren Absatz war zuletzt deutlich gesunken, weil Verbraucher und Unternehmen lieber zu Tablets und Smartphones greifen.

Die Trends der CES

CES als Barometer

Die Elektronik-Industrie versammelt sich Anfang Januar in Las Vegas zur großen Branchen-Show CES. In diesem Jahr werden die Trends noch stärker vom Umbruch des Geschäfts durch das Internet beherrscht. Die Messe gilt als Barometer für die Branche.

Das vernetzte Heim

Alle Geräte in einem Haushalt vom Kühlschrank bis hin zur Licht-Technik sollen miteinander verbunden und zum Beispiel über Smartphones steuerbar sein. Es gibt keinen Standard und stattdessen viele Insellösungen. Die deutsche Firma Bosch will das ändern, Samsung hofft, als Smartphone-Spitzenreiter seine Plattform durchzusetzen.

Tragbare Technologien

Google ist mit seiner Datenbrille Glass zwar nicht auf der Messe, tragbare Technologien sind trotzdem ein großer Trend. Einerseits geht es um Geräte, die Daten anzeigen können, etwa smarte Uhren und Brillen, andererseits um Sensoren, die beispielsweise den Puls oder das Tempo beim  Joggen messen.

Internet der Dinge

Damit die Technik verbunden werden kann, braucht sie Anschluss ans Netz. So werden schon bald deutlich mehr Geräte als Menschen miteinander kommunizieren. Es entstehen große Möglichkeiten, den Alltag mit intelligenter Technik zu erleichtern, zugleich fallen viel mehr Daten über die Nutzer an.

Schärfer fernsehen

HD war gestern, lautet die Ansage der Branche. Das neue Schlagwort ist Ultra-HD, bei dem das Bild vier Mal mehr Pixel hat. Die Anbieter hoffen, damit den zuletzt schleppenden Absatz von TV-Geräten wieder in Schwung zu bringen. Noch sind die Preise aber deutlich höher und es fehlt an Inhalten in so guter Qualität.

Smarte Autos

Das Internet macht sich auch im Auto breit. Die Smartphones werden immer besser in die Fahrzeug-Elektronik eingebunden, damit die Nutzer können auf ihre gewohnten Apps zurückgreifen können. Am Ende der Entwicklung steht das selbstfahrende Auto, das immer mehr Gestalt annimmt.

3D-Drucker

Bislang kommen 3D-Drucker hauptsächlich in der Industrie zum Einsatz, doch die Technologie wird immer erschwinglicher. Auch Designer, Architekten und Bastler können sich inzwischen einfache Geräte leisten. Die CES widmet der neuen Produktionstechnik eine ganze Halle.

Intel war es trotz jahrelanger Anstrengungen bisher kaum gelungen, bei diesen Mobil-Geräten als Chiplieferant Fuß zu fassen. Dort dominiert Technologie des britischen Chip-Entwicklers ARM. Mit dem Fokus auf kleine tragbare Technik hofft Intel, einen ganz am Anfang stehenden Markt zu prägen wie einst die Computer-Industrie.

Zugleich zeigt das kalifornische Unternehmen in Las Vegas Innovationen für die PC-Welt. So soll eine neuartige Kamera, die an das Kinect-System der Xbox-Konsole von Microsoft erinnert, die Interaktion mit Computern vereinfachen. Die Kamera könne Gegenstände dreidimensional erfassen, Handbewegungen erkennen und auch Gesichtsausdrücke unterscheiden, erläuterte Intel-Manager Mooly Eden. „Wir würden gerne mit IT-Geräten so kommunizieren, wie wir das miteinander tun.“

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