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05.07.2011

11:37 Uhr

Ende der Twitter-Kooperation

Googles Echtzeitsuche abgeschaltet

VonJens Ihlenfeld
Quelle:Golem.de

Google hat seine Echtzeitsuche am Wochenende abgeschaltet. Der Grund: Der Suchmaschinenriese hat nicht länger Zugriff auf Twitters komplette Daten, Googles Konkurrenten aber schon.

Google-Suchfeld. Die Google-Echtzeitsuche ist nicht mehr verfügbar. Quelle: Reuters

Google-Suchfeld. Die Google-Echtzeitsuche ist nicht mehr verfügbar.

BerlinZwar hatte Google in seiner Echtzeitsuche Daten aus diversen Quellen aufbereitet, darunter Twitter, Facebook und Identi.ca, doch mit dem Auslaufen von Googles Vertrag mit Twitter hat Google auch seine Echtzeitsuche abgeschaltet. Der Aufruf von google.com/realtime liefert nur noch ein "404 File not Found" zurück.

Googles Echtzeitsuche sorgte außerdem bisher dafür, dass bei einigen ausgewählten Suchworten, über die aktuell besonders viel im Netz gesprochen wurden, spezielle Echtzeitsuchergebnisse eingeblendet wurden.

Sowohl Google als auch Microsoft hatten im Oktober 2010 einen Vertrag mit Twitter geschlossen, um auf den kompletten Strom an neuen Tweets in Echtzeit zuzugreifen. Im April 2010 hatte Google eine Art Twitter-Archiv gestartet, das es Nutzern erlaubte, die in der Vergangenheit über Twitter abgewickelte Kommunikation zu Suchbegriffen nochmals ablaufen zu lassen. Twitters eigene Suche ist hingegen zeitlich begrenzt, erlaubt es also nur, in aktuellen Tweets zu suchen.

Auf Anfrage von Searchengineland kündigte Google an, die Echtzeitsuche künftig wieder aktivieren zu wollen, ohne dafür aber einen Zeitpunkt zu nennen. Sowohl Twitter als auch Google bestätigten das Auslaufen des Vertrages, wobei Twitter darauf verwies, dass die entsprechenden Daten weiter an Microsoft, Yahoo, NTT Docomo und andere geliefert werden.

"Seit Oktober 2009 hatten wir eine Vereinbarung mit Twitter die uns erlaubte Twitter Meldungen durch einen besonderen Feed in unseren Suchergebnissen anzuzeigen. Diese Vereinbarung ist am 2. Juli ausgelaufen", so Google-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch mit Handelsblatt Online. "Obwohl wir keinen Zugang mehr zu dem besonderen Feed von Twitter haben, werden Informationen die öffentlich für unsere Crawler verfügbar sind, weiterhin in Google such- und findbar sein". Zu den Gründen des Scheiterns einer Vertragsverlängerung, wollte sich Google nicht äußern.

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