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14.01.2005

07:50 Uhr

IT + Telekommunikation

Epcos-Quartalszahlen unter Erwartung

Einen Tag nach dem Chipkonzern Infineon hat auch der Bauelemente-Spezialist Epcos die Anleger mit einer Hiobsbotschaft überrascht. „Das Weihnachtsgeschäft blieb hinter den Erwartungen zurück“, teilte die Epcos AG am Donnerstagabend in München mit.

Scott Mcneal

Sun-Chef Scott Mcneal preist seine Produktpalette (Bild: Sun).

dpa MÜNCHEN. Einen Tag nach dem Chipkonzern Infineon hat auch der Bauelemente-Spezialist Epcos die Anleger mit einer Hiobsbotschaft überrascht. „Das Weihnachtsgeschäft blieb hinter den Erwartungen zurück“, teilte die Epcos AG am Donnerstagabend in München mit.

Umsatz und Ergebnis seien im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 (30. September) schwächer ausgefallen als erwartet. Im Gesamtjahr sei das Ziel eines Umsatz- und Ergebnisanstieges gefährdet. Zuvor hatte Infineon eine Gewinnwarnung herausgegeben. Die Erwartungen der Analysten seien im ersten Quartal verfehlt worden.

Im ersten Quartal brach bei Epcos der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 331 auf 285 Mill. Euro ein. Im Vorquartal lagen die Erlöse bei 344 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war im ersten Quartal laut Mitteilung in etwa ausgeglichen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch zwölf Mill. Euro verdient, im Vorquartal 19 Mill. Euro. Der Epcos-Aktienkurs brach um zeitweise sechs Prozent auf 10,20 Euro ein.

Im laufenden zweiten Geschäftsquartal ist keine durchgreifende Besserung in Sicht. Es werde nur mit einer leichten Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorquartal gerechnet, hieß es. Ein Epcos-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob der Sparkurs des Unternehmens nun nochmals verschärft werden soll. Konzern-Chef Gerhard Pegam habe aber bei der Bilanz-Pressekonferenz Mitte November klargestellt, dass Kostensenkungen ein wichtiges Thema blieben.

Mehrere High-Tech-Unternehmen hatten in den vergangenen Tagen von einem schwachen Verlustquartal 2004 berichtet. Epcos berichtete, gerade der Umsatz mit Kunden der Unterhaltungselektronik sei im Weihnachtsquartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auch in der Mobilfunkbranche sei die Nachfrage schwächer als erwartet ausgefallen. Andere Unternehmen wie Infineon hatten zudem erklärt, der schwache Dollar-Kurs belaste das Geschäft.

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