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28.07.2016

18:43 Uhr

Erkennungssoftware Voiceprint

Swisscom erkennt die Kunden bald an der Stimme

Keine Pin-Nummern, keine Passwörter: Der Schweizer Telekom-Konzern Swisscom will Kunden bald an der Stimme erkennen. Möglich macht das eine Software, die erstmals im europäischen Telekom-Bereich eingesetzt wird.

Der Konzern will künftig das Stimmerkennungsprogramm Voiceprint einsetzen. Reuters

Swisscom in Bern

Der Konzern will künftig das Stimmerkennungsprogramm Voiceprint einsetzen.

FrankfurtKunden des Schweizer Telekom-Konzerns Swisscom können sich künftig mit ihrer Stimme ausweisen. Ab Anfang August werde in den Call Centern die neue Software Voiceprint eingesetzt, die Anrufer anhand ihrer Stimme eindeutig identifiziere, teilte die Swisscom am Donnerstag mit. Das Verfahren sei sicherer und schneller als die bisherigen Kontrollen über die Abfrage von Passwörtern und Sicherheitsmerkmalen.

Technisch funktioniert das Verfahren so, dass Voiceprint beim ersten Anruf binnen Sekunden im Hintergrund anhand von verschiedenen Stimmmerkmalen ein Profil erstellt, das unverwechselbar ist und auf den Rechnern des Konzerns in der Schweiz gespeichert wird. Der Inhalt der Gespräch wird nicht aufgezeichnet. Jeder Kunde kann die Stimmerkennung auch abschalten.

Voiceprint ist im Bankensektor bereits etabliert und wird unter anderem von der britischen Barclays eingesetzt. Die Swisscom ist nach eigenen Angaben unter den Telekom-Konzernen in Europa mit der automatischen Stimmerkennung Pionier.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 12

Deutsche Telekom

Umsatz: 42,8 Milliarden Euro*
Mobilfunkanschlüsse: 146,9 Millionen*

*Quelle: Statista, GSMA Intelligence; Umsätze wurden von Britischem Pfund in Euro umgerechnet (Kurs 1,3899 Euro), Stand: Zweites Quartal 2014

Platz 10

Telenor Group (Norwegen)

Umsatz: 12,1 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 175,6 Millionen

Platz 9

China Telecom (China)
Umsatz: 22,2 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 180,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 4

Bharti Airtel Group (Indien)

Umsatz: 11,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 287,2 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Aus Sicht der Swisscom hat das von dem israelischen Technologie-Unternehmen Nice stammende Programm noch einen zweiten Vorteil. Passwörter sind beliebte Beute von Hackern und Betrügern. Mit der Software werde das Risiko von Identitätsdiebstählen minimiert. „Mit Voiceprint bieten wir unseren Kunden an der Hotline den aktuell bestmöglichen Sicherheitsstandard und können so ihre sensitiven Daten noch besser schützen“, sagte Swisscom-Manager Pascal Jaggi.

Für die in Bern beheimatete Firma ist der Einsatz von Voiceprint zudem eine Möglichkeit, die Abläufe in Callcentern zu vereinfachen. Mit rund 900.000 Anrufen pro Monat seien die Center trotz der zahlreichen Service-Angebote im Internet einer der wichtigsten Kontaktpunkte für die Kunden, sagte ein Swisscom-Sprecher. Eine baldige Einführung der neuen Technik in Deutschland ist unwahrscheinlich: Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland haben keine Pläne, Voiceprint einzusetzen.

Von

rtr

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