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18.02.2016

17:25 Uhr

eSIM

Netzbetreiber führen fest eingebaute SIM-Karte in Deutschland ein

Smartwatches, Fitness-Tracker, Datenbrillen: Viele neue Geräte sind zu klein, um einen SIM-Kartenleser einzubauen. Deshalb setzen zwei Netzbetreiber nun auf fest installierte eSIMs. Steht die SIM-Karte vor dem Aus?

Bisher haben sich viele Netzbetreiber gegen eingebaute SIM-Karten gewehrt, um Kunden den Wechsel nicht zu leicht zu machen. Doch Vodafone und O2 geben den Widerstand auf. dpa

SIM-Karte

Bisher haben sich viele Netzbetreiber gegen eingebaute SIM-Karten gewehrt, um Kunden den Wechsel nicht zu leicht zu machen. Doch Vodafone und O2 geben den Widerstand auf.

Düsseldorf/MünchenZwei Netzbetreiber in Deutschland bringen im Frühjahr erstmals ein Gerät mit fest eingebauter SIM-Karte auf den Markt. Vodafone und Telefónica Deutschland mit der Marke O2 werden eine Smartwatch von Samsung mit einer sogenannten eSIM (embedded SIM) vertreiben, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Statt einer auswechselbaren Chipkarte kommt in der Uhr ein fest verbautes Modul zum Einsatz. Es ist von außen programmierbar und nicht austauschbar. Künftig sollen Kunden ihren Netzbetreiber nicht mehr mit dem Wechsel der klassischen SIM, sondern direkt auf dem Gerät auswählen können.

Integrierte Sim-Karten gelten in der Branche für die Zukunft als unabdingbar. Sie helfen, kleinere Geräte wie Smartwatches, Fitness-Tracker oder Daten-Brillen, in der kein Platz für deine herkömmliche SIM-Karte ist, mit dem Internet zu verbinden.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

Die Technik gibt es schon seit einigen Jahren. Die umprogrammierbaren SIM-Karten wurden unter anderem in vernetzte Autos eingebaut, zum Beispiel um Roaming-Gebühren bei Fahrten zwischen verschiedenen Ländern zu vermeiden. Doch gegen den Einsatz in Smartphones sperrten sich nach Informationen aus der Branche die Netzbetreiber, die eine leichtere Abwanderung von Kunden befürchteten. Dabei hätte laut Medienberichten Apple eine eSIM gern schon in aktuellen iPhone-Generationen eingebaut.

Im vergangenen Jahr hatte auch die Deutsche Telekom erklärt, künftig verstärkt auf eSIM zu setzen. Der Netzbetreiber geht davon aus, dass in etwa zehn Jahren die austauschbare SIM von der fest eingebauten komplett ersetzt werden könnte. Telekom-Managerin Claudia Nemat begrüßte am Donnerstag das Bekenntnis der Branche zu einem weltweiten Standard für die eSIM.

Von

dpa

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