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28.01.2005

14:04 Uhr

IT + Telekommunikation

EU-Kommission pocht auf Umsetzung von Microsoft-Sanktionen

Die EU-Kommission pocht darauf, dass der weltgrößte Softwarekonzern die europäischen Wettbewerbssanktionen pünktlich und vollständig erfüllt. „Wir sind im Kontakt“, sagte ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in Brüssel.

dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission pocht darauf, dass der weltgrößte Softwarekonzern die europäischen Wettbewerbssanktionen pünktlich und vollständig erfüllt. „Wir sind im Kontakt“, sagte ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in Brüssel.

Nach ergänzenden Angaben aus Kommissionskreisen könnten die Wettbewerbshüter im schlimmsten Fall ein Zwangsgeld gegen Microsoft von bis zu fünf Prozent eines Tagesumsatzes verlangen. Es geht es um die Auflage, für Computerhersteller eine Version des Betriebssystems Windows anzubieten, aus der der Windows Mediaplayer zum Abspielen von Musik und Videos ausgekoppelt ist.

In der Entscheidung der Kommission vom März 2004 hatte es geheißen: Microsoft muss sich „jeglicher technischer, geschäftlicher oder vertraglicher Praktiken enthalten, die die Attraktivität und Leistungsfähigkeit der entkoppelten Version mindern würden.“ Die Tageszeitung „Handelsblatt“ zitierte Wettbewerbskreise, wonach Microsoft versucht, das neue Produkt „diskriminierend zu gestalten“.

Die EU-Auflagen waren am 22. Dezember vom EU-Gericht Erster Instanz bestätigt worden. Der Softwarekonzern hatte zugesagt, innerhalb von sechs Wochen nach dem Urteil eine entbündelte Windows-Version anzubieten. Diese Frist läuft in der nächsten Woche aus. Der Besuch von Microsoft-Präsident Bill Gates an diesem Dienstag in Brüssel habe nichts mit dem Tauziehen um die Sanktionen zu tun, hieß es aus der Behörde.

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