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28.03.2017

14:55 Uhr

Facebook

Die Kamera rückt in den Fokus

Immer mehr Facebook-Apps wie Instagram oder WhatsApp übernahmen zuletzt Funktionen des Rivalen Snapchat – jetzt ist auch die Haupt-Anwendung an der Reihe. Facebook erklärt, es gehe darum, Nutzerwünsche zu erfüllen.

„Die Art, wie Leute ihre Neuigkeiten teilen, hat sich stark verändert“, sagt Facebook-Produktmanager Sachin Monga. Am Anfang seien es vor allem Text-Mitteilungen gewesen, jetzt dominierten Fotos, in Zukunft würden es Videos sein. AP

Facebook

„Die Art, wie Leute ihre Neuigkeiten teilen, hat sich stark verändert“, sagt Facebook-Produktmanager Sachin Monga. Am Anfang seien es vor allem Text-Mitteilungen gewesen, jetzt dominierten Fotos, in Zukunft würden es Videos sein.

Menlo ParkFacebook rückt im Wettbewerb mit Snapchat die Kamera-Funktion auch in seiner Haupt-App für Smartphones stärker in den Vordergrund. „Die Art, wie Leute ihre Neuigkeiten teilen, hat sich stark verändert“, sagte zur Begründung Produktmanager Sachin Monga. Am Anfang seien es vor allem Text-Mitteilungen gewesen, jetzt dominierten Fotos, in Zukunft würden es Videos sein.

Das Kamera-Symbol ist jetzt sofort nach Öffnen der App prominenter sichtbar. Zudem bekommt die Kamera direkt in der Anwendung Spezialeffekte wie die Möglichkeit, virtuelle Gegenstände wie Bärte hinzuzufügen oder den Stil berühmter Mahler zu imitieren. Solche Zusatz-Inhalte waren einst ein Erkennungsmerkmal der Foto-App Snapchat - genauso wie die „Stories“-Funktion, bei der Nutzer für einen Tag Fotos mit ihren Freunden teilen können. Facebook führte das Format bereits in seiner Foto-App Instagram sowie den Kurzmitteilungsdiensten WhatsApp und Facebook Messenger ein. Jetzt kommt es auch in die Haupt-App des weltgrößten Online-Netzwerks.

Welche Facebook-Dienste die Deutschen nutzen

Mehr als „Gefällt mir”

Facebook ist nicht nur eine Internetseite oder eine App. Das soziale Netzwerk wurde in den vergangenen Jahren kräftig erweitert. Die bekanntesten Teile sind der Facebook Messenger, Instagram und Whatsapp. Das Statistik-Portal Statista hat die Deutschen gefragt, welche Dienste und Produkte sie mindestens gelegentlich nutzen.

Facebook allgemein

72 Prozent nutzen das Social Media Portal. Dabei ist der Unterschied zwischen Männern (73 Prozent) und Frauen (71 Prozent) gering.

Facebook Messenger

Den Facebook-Nachrichtendienst nutzen 43 Prozent der Befragten – Männer wie Frauen.

Instagram

Den Online-Dienst Instagram zum Teilen von Fotos und Videos nutzen 26 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen.

Whatsapp

Den Instant-Messaging-Dienst, der seit dem Jahr 2014 zu Facebook gehört, wird 70 Prozent der Befragten genutzt. Mit 71 Prozent männlichen und 70 Prozent weiblichen Nutzern sind die Unterschiede bei den Geschlechtern gering.

„Wir sehen das heute als eine Art Standard für die Branche“, sagte Monga zum „Stories“-Format. Facebook wolle seinen Nutzern das Teilen von Inhalten so einfach wie möglich machen. „Teil von diesem Job ist auch, so viel wie möglich überall zu lernen.“ Deswegen sehe sich Facebook auch an, wie Menschen andere Online-Dienste nutzten. Das Teilen von Fotos und Videos sei zum Beispiel ein allgemeiner Trend im Netz. „Wir denken darüber nach, wie wir diese Trends in unserem Service abbilden können - und manchmal bedeutet das auch, ein Format zu adaptieren, bei dem ein anderer Dienst der Vorreiter war.“ Es gehe letztlich darum, den Nutzern die Möglichkeiten zu geben, die sie haben wollen.

Eine weitere neue Funktion in der Facebook-App ist die Möglichkeit, Bilder für eingeschränkte Zeit nur mit ausgewählten Freunden zu teilen. Sie kommt unter dem Namen „Direkt“ prominent an den oberen Rand des Bildschirms.

Von

dpa

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