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01.11.2013

12:08 Uhr

Facebook

Schutzeinstellung für Nutzerprofile verschwindet

Wer bei Facebook unentdeckt bleiben wollte, konnte in seinen Nutzereinstellungen dafür sorgen. In einigen Tagen ist das nicht mehr möglich. Die Funktion „Wer kann Deine Chronik über den Namen finden“ wird entfernt.

Zahlreiche bunte Filzstifte am Logo in der Facebook-Europazentrale in Dublin. Die Funktion „Wer kann Deine Chronik über den Namen finden“ wird entfernt. dpa

Zahlreiche bunte Filzstifte am Logo in der Facebook-Europazentrale in Dublin. Die Funktion „Wer kann Deine Chronik über den Namen finden“ wird entfernt.

Menlo ParkFacebook schafft eine Funktion zum Schutz von Nutzerprofilen ab. Die Funktion „Wer kann Deine Chronik über den Namen finden“ werde „in einigen Tagen“ entfernt, teilte das Online-Netzwerk betroffenen Mitgliedern am Donnerstag mit. Mit einer Einstellung hatten Facebook-Mitglieder bislang verhindern können, dass andere Mitglieder ihre Profile angezeigt bekommen, wenn diese den entsprechenden Namen in das Suchfenster auf Facebook eingeben. Facebook hatte vor drei Wochen angekündigt, diese Funktion endgültig abschaffen zu wollen.

Nach Angaben von Facebook wurde die Funktion schon im vergangenen Jahr für Mitglieder entfernt, die diese nicht genutzt hatten. Nur ein „kleiner Prozentsatz“ der Mitglieder habe von der Einstellmöglichkeit Gebrauch gemacht, hatte Facebook damals mitgeteilt. Betroffene Mitglieder, welche die Funktion nutzen, würden nun bei Facebook über die Änderung informiert.

Die zweite Reihe hinter Facebook

Xing

Das Karriere-Netzwerk Xing gehört zu den Frühstartern im Social Web, schon 2003 ging es (damals noch unter dem Namen OpenBC) an den Start, seit 2006 ist es an der Börse notiert. Ende 2012 übernahm das Medienunternehmen Burda die Mehrheit an der Aktiengesellschaft. Zuletzt hatte Xing laut AGOF-Statistik in Deutschland rund 4,8 Millionen Besucher im Monat.

Google+

Das Soziale Netzwerk von Google zählt zu den Spätstartern, es ist erst seit dem Sommer 2011 online. Da der Internet-Riese es mit seinen anderen Diensten verknüpft, ist die Reichweite binnen kurzer Zeit aber schon deutlich gestiegen. Die AGOF erhebt keine Zahlen, laut Comscore waren es im Frühjahr 2013 aber beachtliche 6,7 Millionen Nutzer. Allerdings ist unklar, wie viele diesen Dienst ernsthaft nutzen.

Stayfriends

Mehr eine Datenbank als ein Soziales Netzwerk ist Stayfriends: Auf der Website können Nutzer ehemalige Mitschüler suchen, sortiert nach Schule und Jahrgang. Wer alle Funktionen nutzen will, muss eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Laut AGOF hat der Dienst monatlich rund 4,1 Millionen Besucher.

Wer-kennt-wen

Das Netzwerk Wer-kennt-wen will alte Bekannte wieder zusammenbringen. Mittlerweile gehört es vollständig zur RTL-Gruppe. Die Reichweite ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, die AGOF zählte zuletzt nur noch 2,6 Millionen Besucher im Monat.

Twitter

Der Kurzmeldungsdienst Twitter hat in Deutschland deutlich an Popularität gewonnen. Im März 2013 hatte er laut Comscore 3,7 Millionen Nutzer. Mittlerweile dürften es noch einige mehr sein.

VZ-Netzwerke

Der Absturz ist dramatisch: Einst waren die VZ-Netzwerke das größte Social-Media-Angebot in Deutschland, mittlerweile redet kaum noch einer davon. Im Herbst 2012 verkaufte Eigentümer Holtzbrinck die Netzwerke an die Investment-Gesellschaft Vert Capital. SchülerVZ ist inzwischen geschlossen, StudiVZ und MeinVZ sind noch online, haben aber eine ungewisse Zukunft.

Facebook hatte seine Entscheidung damit begründet, durch die Einstellung habe sich die Funktion des Online-Netzwerks zur Mitgliedersuche teilweise „kaputt“ angefühlt.

Nutzer hätten Facebook mitgeteilt, dass sie Menschen auf dem Online-Netzwerk nicht finden könnten, obwohl sie mit diesen privat bekannt seien. Facebook steht für seine Privatsphärepolitik bei Daten- und Verbraucherschützern immer wieder in der Kritik.

Von

afp

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