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20.01.2005

17:25 Uhr

IT + Telekommunikation

Falk-Prozess: Staatsanwalt hat Zweifel am Sachverständigen

Im Prozess gegen den Internet-Unternehmer Alexander Falk vor dem Hamburger Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag die Objektivität des als Sachverständigen gehörten Wirtschaftsprofessors Jochen Drukarczyk angezweifelt.

Alexander Falk

Der Internetunternehmer Alexander Falk vor dem Hamburger Landgericht (Archivbild).

dpa HAMBURG. Im Prozess gegen den Internet-Unternehmer Alexander Falk vor dem Hamburger Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag die Objektivität des als Sachverständigen gehörten Wirtschaftsprofessors Jochen Drukarczyk angezweifelt.

Drukarczyk habe bereits ein Privatgutachten für Falk erstellt und sei „als Gehilfe der Verteidigung“ im Dienste Falks, hieß es in einer Stellungnahme der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft kündigte daher einen Befangenheitsantrag gegen Drukarczyk an.

Der Regensburger Wirtschaftsprofessor hatte mit seinem Gutachten die Vorwürfe gegen Falk in Frage gestellt. Die Verteidigung hatte beantragt, Drukarczyk als Sachverständigen für das gesamte Verfahren zu bestellen.

Falks Verteidiger Thomas Bliwier stellte auch den Antrag, einen weiteren Wirtschaftsprüfer für den Prozess zu benennen. Dieser werde beweisen, dass beim Verkauf von Falks Internet-Firma Ision an die britische Energis Scheinumsätze keine Rolle gespielt hätten. Die Verteidigung überreichte dem Gericht darüber hinaus das Gutachten eines Rechtsexperten. Dieses komme zu dem Schluss, dass die Betrugsvorwürfe gegen Falk von falschen Prämissen ausgingen.

Falk, einem früheren Star der New Economy, werden schwerer Betrug, Steuerhinterziehung und Kursmanipulation vorgeworfen. Der 35-jährige bestreitet die Vorwürfe und fordert seine Entlassung aus der mittlerweile gut anderthalb Jahre währenden Untersuchungshaft. Neben Falk müssen sich fünf weitere Manager vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

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