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11.05.2012

12:09 Uhr

Geistiges Eigentum

Der Krieg der Urheber

VonTina Halberschmidt

Nächste Runde im Kampf ums Urheberrecht: Jetzt wehrt sich eine Netz-Initiative gegen den Aufruf „Wir sind die Urheber“, mit dem 100 prominente Künstler und Autoren für einen Schutz ihres geistigen Eigentums kämpfen.

Moderatorin und Autorin Charlotte Roche und Schauspieler Mario Adorf haben ihrem Ärger Luft gemacht: Ihr Appell „Wir sind die Urheber. Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ wurde im Internet und in der „Zeit“ veröffentlicht. dpa

Moderatorin und Autorin Charlotte Roche und Schauspieler Mario Adorf haben ihrem Ärger Luft gemacht: Ihr Appell „Wir sind die Urheber. Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ wurde im Internet und in der „Zeit“ veröffentlicht.

Charlotte Roche und Mario Adorf, Sven Regener und Frank Goosen – sie alle haben eine Erklärung unterschrieben, in der sie sich für den Schutz des Urheberrechts aussprechen: Der Appell „Wir sind die Urheber. Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ wurde am Donnerstag im Internet und in der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlicht. 100 Erstunterzeichner wenden sich darin indirekt gegen Initiativen aus mehreren Parteien, das Urheberrecht an die veränderten Bedingungen im Netz anzupassen. Nach Angaben der Initiatoren sollen mittlerweile mehr als 1500 Künstler und Wissenschaftler den Aufruf unterschrieben haben.

Die Antwort aus dem Netz ließ nicht lange auf sich warten: Zunächst per Google Docs-Dokument sucht derzeit Anatol Stefanowitsch, Autor des „Sprachlog“, Mitstreiter, die sich seiner Gegen-Initiative „Auch wir sind Urheber!“ anschließen. Sobald ausreichend Erstunterzeichner zusammengekommen sind, wird die Erklärung auf einer separaten Internetseite veröffentlicht. Dann sollen sich noch mehr Blogger, Musiker und Video-Produzenten mit ihrer Unterschrift beteiligen, hofft Stefanowitsch.

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Mehr als 160 Vertreter aus Kunst, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich für die Aktion „Mein Kopf gehört mir“ zu Wort gemeldet. Hier eine Übersicht über die Statements.

50 Erstzeichnende habe man bereits, „150 wären gut“, schrieb er am Freitagmorgen bei Twitter. Kurze Zeit später waren es bereits 80, die Stefanowitsch unterstützen wollen, darunter der IT-Journalist Detlef Borchers, Musikpirat Christian Hufgard und Daniel Domscheit-Berg, Gründer der Plattform OpenLeaks. Zwei Drittel der Erstunterzeichner seien „Hobby-Urheber“, nur ein Drittel Profis, erklärt Anatol Stefanowitsch auf Anfrage von Handelsblatt Online. Für den Organisator absolut kein Problem: Um Urheber zu sein, müsse man nicht professionell, also hauptberuflich, als Texter oder Produzent anderer Kulturgüter arbeiten. Urheber sei natürlich jede und jeder, der irgendwie schöpferisch tätig sei. „Bloggen, Podcasten, Werbetexten, Webcomics-Zeichnen gelten genauso wie Journalismus, Schriftstellerei, Musik, Malerei“, heißt es in Stefanowitschs Online-Aufruf. Und weiter: „Das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen Profis, Amateuren und allem, was dazwischen liegt, und wir machen das erst recht nicht!“

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Kommentare (11)

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11.05.2012, 12:12 Uhr

Das Verwerfliche ist doch nicht nur der gesitige Diebstahl.
Widerlicher ist doch die gesamte Abmahnmafia. Da sichern die Berufsanwälte im Bundestag ihrer Klientel die Einkommen, indem sie keine wirksamen Maßnahmen dagegen beschließen.
Im Übrigen, als google große Teile von Büchern ins Netz stellte gab es keinen Aufschrei!

asdfsdddsfasd

11.05.2012, 13:42 Uhr

musik kann man sich doch eh kostenlos und legal in youtube anhören diejenigen denen ein lied besonders gut gefällt bzw der sänger besonders gut gefällt kaufen sich dann noch die cds zusätzlich der rest würde sich diejenigen lieder die er nicht kostenlos in youtube etc hören kann dann halt nicht mehr anhören das meisten geld wird von den musikern sowieso mit konzerten verdient bei filmen schaut das ganze ähnlich aus wen filme wirklich interessieren der geht ins kino bzw kauft sich die dvd um sich das ganze in guter qualität anzuschaun diejenigen die sich den film dort eh nicht anschaun würden schaun sich den film halt entweder nicht an bzw werden diverse websietes auf denen das ganze anzuschaun ist dann halt millionenfach angeklickt bei büchern ist das ganze ähnlich ist das buch gut kauft man sichs anosnten liest mans im internet (finde ich persönlich blöd weils nicht gut zum lesen ist aufm pc)

so sieht die die situation im moment aus und es macht jeder noch genug profit damit außerdem finde ich die idee mit der kulturflatrade von den piraten eigetnlich ganz wo monatlich ein pauschalbetrag fällig wird für musik filme etc die man im internet angeschaut hat

Karma

11.05.2012, 13:45 Uhr

Ok, dann sollen sich doch die Urheber von uns zurück ziehen. Ich glaube, keine Mensch wird diese URHEBER je vermissen.

Das was wir wirklich brauchen ist (fast) immer gesund und nur das Überflüssige (Luxus) muss bezahlt werden. Notfalls verzichten wir doch einfach mal auf den Luxus und begnügen uns mit dem, was wir wirklich brauchen.

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