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12.01.2004

09:20 Uhr

Gemeinsame Software zum Vertrieb digitaler Inhalte geplant

IBM und Real greifen Microsoft an

Der IT-Riese IBM und Real Networks, ein Spezialist für Medien-Software, wollen gemeinsam Lösungen entwickeln, mit denen Unternehmen schneller und einfacher digitale Inhalte vertreiben können.

HB/jkn FRANKFURT. Die Zusammenarbeit wurde jetzt auf der Messe „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas bekannt gegeben. Erste Produkte sollen bis Mitte des Jahres auf den Markt kommen.

Real Networks - die Firma ist vor allem durch die Internet-Musik-Software Real-Player bekannt - stellt das neue Real 10 Paket zur Verfügung, IBM will seine Integrationstechnologie WebSphere sowie die Content Management Software zur Verwaltung von Inhalten einbringen. Ziel ist es, Musik und Videos nicht nur zum Computer sondern auch in die Fernseher, Autos, Telefone oder andere mobile Geräte zu bringen. IBM und Real zielen damit vor allem auf Medienhäuser. Aber auch Sportorganisationen und Filmstudios sollen bereits Interesse an den Produkten angemeldet haben. Gerüchten zu Folge soll auch der US-Fernsehsender ABC dazu zählen.

Die Partnerschaft ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen kommt sie zu einer Zeit, in der Breitband weltweit immer mehr Anhänger findet. Experten gehen davon aus, dass digitale Inhalte wie Musik oder Filme der Technologie einen zusätzlichen Schub verleihen werden. Die Forscher von IDC prognostizieren, dass der Markt 2007 ein Volumen von 1 Mrd. $ erreichen wird. Auch andere Firmen wie Hewlett-Packard oder Apple haben dieses Geschäft entdeckt.

Zum anderen dürfte der starke Partner IBM Real Networks auch dabei helfen, gegen den weit verbreiteten Media-Player von Microsoft Boden gut zu machen. Auch das Redmonder Unternehmen will eine Software-Lösung für Medienunternehmen anbieten und arbeitet dabei mit Loudeye Corp., einem Spezialisten für Digitale Medien, zusammen. Real hat gegen Microsoft vor einiger Zeit wegen unlauterer Geschäftspraktiken eine Wettbewerbsklage eingereicht. Die Verantwortlichen von IBM und Real Networks versprechen den Kunden eine schnell einsatzfähige komplette Lösung für den Vertrieb digitaler Inhalte, die zum Beispiel auch ein Abrechnungsmodul (Billing) enthält.

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