Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2005

13:50 Uhr

IT + Telekommunikation

Gericht: Kosten für Übernahme einer Internetadresse nicht absetzbar

Die Kosten für die Übernahme einer Internetadresse können einem Gerichtsurteil zufolge nicht von der Steuer abgesetzt werden.

dpa NEUSTADT/WEINSTRAßE. Die Kosten für die Übernahme einer Internetadresse können einem Gerichtsurteil zufolge nicht von der Steuer abgesetzt werden.

Es handele sich bei den Aufwendungen weder um Anschaffungskosten für ein abschreibungsfähiges Wirtschaftsgut noch um sofort abzugsfähige Betriebsausgaben, heißt es in einem am Freitag in Neustadt veröffentlichten Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: zwei K 1 431/03). Das Gericht wies damit die Klage eines Geschäftsmannes von der Mosel gegen sein Finanzamt zurück.

Der Kläger hatte im Jahr 2000 in der Gewinnaufstellung für seinen Gewerbebetrieb umgerechnet 4 448 Euro (8 700 Mark) an Kosten für die Übernahme einer Domain-Adresse aufgeführt und diesen Betrag als sofort abzugsfähige Betriebsausgabe geltend gemacht. Das Finanzamt wollte dies jedoch nicht anerkennen. Das Gericht stellte fest, die Adresse sei ein immaterielles Wirtschaftsgut. Weil ihr Wert mit der Zeit nicht sinke, gebe es auch keine Möglichkeit, die Kosten für eine Abnutzung abzusetzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×