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01.06.2013

16:44 Uhr

Google

Datenbrille ohne Gesichtserkennung

Kann die neue Computer-Brille Google Glass Fotos machen und diese mit Namen verbinden? Darüber machen sich Datenschützer Sorgen. Google hat darauf reagiert. Der Konzern will keine Gesichtserkennung zulassen – vorläufig.

Das Explorer-Programm ist Teil der Google-Strategie, mit der das Produkt auf die Menschen und die Menschen auf das Produkt vorbereitet werden sollen. dapd

Das Explorer-Programm ist Teil der Google-Strategie, mit der das Produkt auf die Menschen und die Menschen auf das Produkt vorbereitet werden sollen.

New YorkGoogle wird auf seiner Computer-Brille Glass zumindest vorerst keine Apps mit Gesichtserkennungs-Funktion zulassen. Der Internet-Konzern nahm ein ausdrückliches Verbot in die Regeln für Software-Entwickler auf. Google werde keine Gesichtserkennung zu seinen Produkten hinzufügen, bevor der Schutz der Privatsphäre gesichert sei, betonte das Unternehmen in der Nacht zum Samstag.

Google Glass, die Computer-Brille mit Kamera und kleinem Bildschirm vor dem Auge des Nutzers, hatte von Anfang an Datenschutz-Sorgen ausgelöst. Einige Software-Entwickler fingen bereits damit an, sich Anwendungen mit Gesichtserkennung auszudenken. Eine weitere Sorge ist, dass Glass-Träger Menschen in ihrer Umgebung ohne deren Wissen fotografieren könnten. Google verbot jetzt auch, dass Apps Fotos oder Videos mit ausgeschaltetem Bildschirm aufnehmen – damit wäre zumindest erkennbar, dass die Brille gerade an ist. Die Datenschutz-Auswirkungen von Google Glass sind bereits Thema für einen Ausschuss im US-Kongress.

„Benutzen Sie die Kamera oder das Mikrofon nicht, um Informationen, die jemand anderen als den Nutzer identifizieren, abzugleichen und sofort anzuzeigen, inklusive solcher Nutzungsszenarien wie Gesichtserkennung und Stimmmuster“, heißt es jetzt in den Entwickler-Regeln. „Anwendungen, die das machen, werden derzeit nicht zugelassen.“

Google Glass dürfte nach bisherigen Angaben frühestens in einem Jahr in Serie gehen, bisher bekamen nur Software-Entwickler, Journalisten und ausgewählte Test-Nutzer die Brille. Google hält den Kreis klein: Test-Brillen, die verkauft werden, würden deaktiviert, warnte der Konzern. Einem Softwareentwickler gelang es nach eigenen Angaben allerdings auch schon, die Brille zu hacken.

Erst vor wenigen Tagen hatte das US-Startup Lambda Labs eine Funktion zur Erkennung von Personen und Gegenständen für Google Glass angekündigt. Die Technologie solle etwa Befehle wie „merke Dir dieses Gesicht“ oder „finde Freunde in der Menge“ ermöglichen, erläuterte Mitgründer Stephen Balaban dem US-Blog „Techcrunch“.

Von

dpa

Kommentare (2)

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sciurus

01.06.2013, 21:26 Uhr

Was für eine Bedeutung hat es was Google zuläßt ???

Soweit ich gelesen habe gibt es bereits ein jailbrake für Glass, noch bevor es richtig erhältlich ist.

Die Gesichtserkennung muß doch offensichtlich nicht von Google kommen und dieses Monstrum is doch in dieses Produkt eingeschrieben. Da kann Google nichts machen. Google ist schuld, dass es uns mit diesem furchtbaren Produkt in eine Ära wie im Film Minority Report geführt hat.

Bei mir im Garten ist Glass verboten (außer für den Whiskey)

Es gibt eben auch Feuer wo Rauch aufsteigt.

Account gelöscht!

02.06.2013, 08:16 Uhr

Das ist ein wirklich hübsches Mädchen, ein Fotomodell eben, auch typmäßig sicherlich sorgfältig und gezielt dafür ausgesucht. Da stört selbst dieses seltsame "Computer-Geist"-Interface optisch kaum. Bei den meisten anderen Menschen hingegen würde man sich wohl sofort an die die "Borgs" der Raumschiff Enterprise Serie erinnert fühlen. Aber man gewöhnt sich an alles und wenn es "in" wird, dann sei es halt so. Fehlt noch, daß Google tönt: "Widerstand ist zwecklos! Sie werden assimiliert!" Werden wir wahrscheinlich auch. Schöne neue Welt!

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