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16.03.2006

12:15 Uhr

Google-Europachef

Interview: „Wir wollen die Besten“

Google-Europachef Nikesh Arora sprach im Interview mit der Wirtschaftswoche über die Kultur des Unternehmens, die Zukunft des Internets - und seine Vorstellungsgespräche mit den Google-Gründern. Die Fragen stellten Manfred Engeser und Yvonne Esterhazy:

Nikesh Arora war vor Google bei T-Mobile. Foto: dpa

Nikesh Arora war vor Google bei T-Mobile. Foto: dpa

Herr Arora, einen Topjob bei Google zu bekommen ist nicht leicht - Sie selbst mussten 16 Vorstellungsgespräche führen...

Ja. Sogar die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page wollten mich sprechen. Ich bekam einen Anruf: Treffpunkt am Dienstag, 14 Uhr, im British Museum.

Und was passierte dann?

Ich war etwas früher da, ging in den Museumsladen, blätterte in diversen Führern und las etwas über den Rosetta-Stein - das ist der berühmte ägyptische Stein, mit dessen Hilfe die Hieroglyphen entschlüsselt wurden.

Das war mein Glück. Brin und Page haben mich prompt danach gefragt. Wir spazierten eine Stunde durch das Museum und sprachen abwechselnd über die Ausstellungsstücke und über Google.

Sie sind seit Ende 2004 Google-Europachef. Was sind Ihre größten Herausforderungen?

Wir sind ein Unternehmen, das fast zu schnell wächst. Die größte Herausforderung ist, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Sie müssen in der Lage sein, unsere Produkte an die lokalen Märkte anzupassen. Fachliche Qualifikation ist wichtig, aber auch die Fähigkeit, mit den Kunden zu kommunizieren.

Wie viele Lücken müssen Sie noch füllen?

Derzeit haben wir in Europa schon mehr als 800 Mitarbeiter, das schließt auch unsere Zentrale in Dublin ein. Allein dort wollen wir 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Wir sind wählerisch: Wir wollen die Besten, die Intelligentesten, die Begabtesten.

Und was sollen die tun?

Schauen Sie in die USA. Unser Ziel ist es, neue Produkte weltweit herauszubringen, sobald sie in den USA über eine ausreichend große Kundenbasis verfügen.

Was kommt als Nächstes von dort zu uns?

Darüber sprechen wir nicht. Manchmal kann es übrigens auch umgekehrt sein.

Bei der Entwicklung drahtloser Technologie und beim Mobilfunk ist Europa den USA voraus. Hier findet auch die Entwicklung bei Google zum Teil zuerst in Europa statt.

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