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05.06.2012

16:19 Uhr

Grafikkarten

AMD und Nvidia verkaufen offenbar alte Mogel-Chips

Einem Medienbericht zufolge schummeln die beiden größten Grafikkartenhersteller AMD und Nvidia bei den verbauten Grafikchips. Die Nachteile für die Käufer: Langsameres Tempo und höherer Stromverbrauch.

Assassin's Creed 3 von Ubisoft wird auf der E3 in Los Angeles präsentiert. Grafikkracher benötigen leistungsfähige Grafikkarten - AMD und Nvidia schummeln laut „Computerbild Spiele“ bei den Chips. Reuters

Assassin's Creed 3 von Ubisoft wird auf der E3 in Los Angeles präsentiert. Grafikkracher benötigen leistungsfähige Grafikkarten - AMD und Nvidia schummeln laut „Computerbild Spiele“ bei den Chips.

HamburgAus Alt mach Neu - so lautet einem Bericht der „Computerbild Spiele“ zufolge die Devise bei den beiden großen Herstellern von Grafikprozessoren: AMD und Nvidia verbauen demnach alte Chips, schrauben die Taktfrequenz etwas hoch und kleben den Namen der aktuellen Baureihe darauf.

So präsentierte AMD kürzlich seine neue Reihe Radeon HD 7000. Doch nicht alle Grafikkarten dieser Serie arbeiten dem Bericht zufolge mit den aktuellen „Southern Island“-Chips. Die Einsteigerklasse, etwa der im Asus-Notebook X54HR verbaute Radeon HD 7470M, werkelt mit alten „Northern Island“-Chips. Diese kamen schon bei den letzten Modellen der Reihe Radeon HD 6000 zum Einsatz. Ähnlich bei Nvidia: Hier sind zwar alle PC-Grafikkarten mit Nvidias aktuellem Kepler-Chip ausgerüstet - bei Notebook-Grafikprozessoren ist das laut dem Medienbericht aber nicht immer Fall. Dort fanden die Tester der Zeitschrift Modelle der Einstiegs- und Oberklasse mit Grafikchips der alten Fermi-Baureihe.

Alte Chips arbeiten weniger effizient

Wer sich mit einem neuen PC oder Notebook einem der älteren Grafikchip ins Haus holt, muss Nachteile in Kauf nehmen. Denn die Chips der Vorgänger-Generation arbeiten nicht so schnell wie ihre Nachfolger - Nvidias Geforce GTX 570 beispielsweise rund 14 Prozent langsamer als der neue GTX 670. Hinzu kommt ein höherer Stromverbrauch älterer Chips, je nach Modell immerhin bis zu 20 Prozent. Und ohne Zusatzsoftware Spiele auf einem 3D-Monitor räumlich darzustellen, klappt unter Windows 8 nur mit Nvidias Kepler-Reihe oder AMDs Southern-Island-Chips.

Nvidia wollte sich auf Anfrage von „Computerbild Spiele“ nicht zu der Praxis äußern. AMD ist angeblich dem Wunsch der Hersteller gefolgt: „Der AMD Radeon HD 6000M ist nach wie vor bei PC-Herstellern sehr beliebt. Viele PC-Hersteller haben danach gefragt, diese Produkte in das 7000M-Branding aufzunehmen. Diesem Wunsch hat AMD entsprochen“, so eine Pressesprecherin.

Kommentare (2)

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isiohi

05.06.2012, 19:15 Uhr

Lächerlich!
Jene Praxis des Umlabelns ist seit Jahren (>5 Jahre) absoluter Usus. Jeder der sich mit der Szene auch nur im geringsten auseinandergesetzt und recherchiert hätte wäre binnen kürzester Zeit auf diese Tatsache gestoßen. Auch das es im Allgemeinen akzeptiert wird da dies vor allem die für Spieler uninteressanten und allgemein margenschwachen Exemplare betrifft.
Hätte der Autor einfach mal hier http://bit.ly/KulEYx (wikipedia-link) aufgeschlagen und auch nur den ersten Absatz gelesen wäre dieser Artikel, zumindest nicht in diesem Ton, sicher nie erschienen da Informationslos.

sherlock

05.06.2012, 20:23 Uhr

Danke vielmals isiohi, wollte gerade das gleiche schreiben, du kammst mir aber zuvor ;). Völlig unbegreiflich wie man das zu einem möchtegern Skandal ausbreiten möchte, wenn es seit Generationen von Grafikchips gang und gäbe war. Nächste Woche lüftet Computerbild wohl den Skandal um abgeschaltete Cores in CPUs ;)

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