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07.01.2011

10:14 Uhr

Greenpeace-Studie

Computer immer umweltfreundlicher

Der Umweltschutzorganisation Greenpeace zufolge, produzieren Computer- und Elektronikhersteller ihre Geräte deutlich umweltfreundlicher als noch vor einem Jahr. Bei einigen Geräteklassen besteht Greenpeace zufolge aber noch Nachholbedarf. Apple und Philips verweigerten sich dem Test.

Besucher der CES in Las Vegas am Stand von Asus. Ein Monitir des taiwanesischen Herstellers schnitt im Umweltranking von Greenpeace am besten ab. Reuters

Besucher der CES in Las Vegas am Stand von Asus. Ein Monitir des taiwanesischen Herstellers schnitt im Umweltranking von Greenpeace am besten ab.

HB LAS VEGAS. Die neueste Generation der Computer und Unterhaltungselektronik ist umweltfreundlicher als die Geräte, die noch vor einem Jahr verkauft wurden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die am Donnerstag (Ortszeit) auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas veröffentlicht wurde. In bestimmten Produktkategorien wie den kleinen Netbooks gebe es aber noch starken Nachholbedarf, sagte Greenpeace-Aktivistin Renee Blanchard.

Greenpeace hatte im Vorfeld der CES die Hersteller von Computern und Unterhaltungselektronik aufgefordert, ihre umweltfreundlichsten Geräte für einem Umwelt-Check zur Verfügung zu stellen. An der Studie beteiligten sich alle großen Unternehmen der Branche außer Apple und Philips. Die beste Wertung überhaupt erzielte Asus mit dem Monitor VW-247H-HF, der 7,5 von maximal 8,6 möglichen Bewertungspunkten erhielt.

Der taiwanische Hersteller schnitt auch bei den Notebooks mit seinem Modell UL30A am besten ab. Bei den Personal Computern lag HP mit dem Compaq 6005 Pro Ultraslim vorne. Das umweltfreundlichste Smartphone im Test war das Modell Aspen von Sony Ericsson, das beste Handy das Sondermodell "Blue Earth" von Samsung. Bei den Fernsehern überzeugte die Umweltschützer das Modell LC-52SE1 von Sharp.

Blanchard betonte, die meisten Geräte seien inzwischen frei von gefährlichen Chemikalien und verbrauchten auch weniger Strom. Die Hersteller kümmerten sich jedoch zu wenig um den gesamten Lebenszyklus der Geräte. Manche Produkte seien nicht für eine lange Lebensdauer konstruiert worden. Außerdem bemühe sich die Branche noch zu wenig um ein umweltfreundliches Recycling von Altgeräten.

Kommentare (2)

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Klaus Ermecke

07.01.2011, 12:38 Uhr

Greenpeace - die "Umweltschützer"? Greenpeace ist ein weltweit tätiger Konzern, dessen Geschäftsmodell auf dem Erzeugen von Angst beruht, und der sich oft genug anscheinend erpresserischer Methoden bedient. Dazu führt Greenpeace exemplarische bestrafungs- und Vernichtungsfeldzüge gegen einzelne Unternehmen. Die brent-Spar-Lüge von vor 30 Jahren ist unvergessen, und das damals erfolgreiche Prinzip wird weiter fortgeführt. Wer's nicht glaubt, investiere ein paar Minuten und sehe sich den folgenden Hetzfilm an, den die vorgeblichen "Umweltschützer" in den USA gegen die private Unternehmensgruppe Koch industries produziert haben: http://www.youtube.com/watch?v=HHm_8Qw_qSs

Es wird Zeit, daß auch hierzulande die Wirtschaft aufwacht und sich endlich gegen die angemaßte Deutungshoheit der grünen Organisationen wehrt, anstatt sich selbst grün zu färben und zu unterwerfen - und vielleicht auch irgendwo zu zahlen (war da nicht was mit Lidl?)! insofern ist die beste Nachricht in dem obenstehenden Artikel die, daß sich Apple und Philips dem Allmachtanspruch des Öko-Konzerns widersetzt haben. Das beispiel sollte auch in Deutschland Schule machen!

qaisa

07.01.2011, 16:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Ermecke,

um ihren Quatsch hier nicht unkommentiert stehen zu lassen folgendes:
-Greenpeace ist kein weltweit tätiger Konzern sonder eine Stiftung nach niederländischem Recht, bzw. ein deutscher Verein. Das macht einen großen Unterschied bezüglich Gewinnbefugnissen, Rechenschaftspflicht, etc.
-brent-Spar war nicht vor über 30 Jahren, sondern 1995, zwar hat Greenpeace mit falschen Zahlen argumentiert, die Sache, das industrieschrott nicht im Meer versenkt gehört, unterstütze ich aber nach wie vor
-das amerikanische Greenpeace Video bedient sich in der Tat sehr amerikanischen Methoden aufmerksamkeit zu erlangen, es ist aber Recht und billig auf die Täuschung der Öffentlichkeit durch die Öl-Milliardäre Koch hinzuweisen
-und zu guter Letzt noch eine Frage: wo sehen Sie denn hier eine verbreitete Angst? Für mich ist das Vergleichen von Produkten eine Transparenz um mich für oder gegen das eine oder andere Produkt entscheiden zu können. Schon das Lesen der Überschrift hätte ihnen ihre Angst genommen...

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