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11.03.2011

16:01 Uhr

Hacker-Angriff

Bundesfinanzagentur stellt Strafanzeige

Die Finanzagentur des Bundes hat nach einem Angriff auf ihr Internet-Angebot die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Website bleibt wegen Sicherheitslücken zunächst offline.

FrankfurtSeit Donnerstagmittag ist das Online-Angebot der Behörde nicht verfügbar, die zum Beispiel Bundesschatzbriefe verkauft und die Schulden des Bundes verwaltet.

Die Website „www.bundeswertpapiere.de“ sei am Donnerstag „offenbar Ziel einer Webattacke geworden“, erklärte ein Sprecher der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH am Freitag in Frankfurt. Bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft sei Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

„Wir versuchen zu klären, ob und inwiefern Kundendaten auslesbar waren“, sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben nutzen derzeit etwa 70.000 der knapp 400.000 Privatkunden ein Online-Depot. Kunden könnten Wertpapieraufträge jederzeit über das Kundenservicezentrum der Finanzagentur erteilen.

Der Chaos Computer Club (CCC) hatte am Donnerstagabend erklärt, jeder Internet-Nutzer habe auf der Seite der Agentur jahrelang über seinen Browser eigene Angebote für Geldgeschäfte einstellen und Angebote der Finanzagentur verändern können. Der Club habe die Webserver der Bundesfinanzagentur nach einem anonymen Hinweis überprüft. Dabei seien „gravierende Sicherheitslücken“ entdeckt worden, auch im Angebot für das Online-Banking. Benutzerdaten hätten ohne großen Aufwand abgefangen werden können.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Charbonnier

12.03.2011, 23:01 Uhr

Die Verantwortlichen für die Informatik der Bundeswertpapierverwaltung müssen gelinde gesagt Trottel sein. Sonst könnten solche Dinge nicht passieren.

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