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21.05.2014

17:05 Uhr

Hackerangriff

Ebay ruft alle Nutzer zum Passwortwechsel auf

Es ist ein Appell an wirklich jeden Nutzer des Online-Auktionshauses Ebay: Hacker konnten die Daten von potentiell allen Kunden einsehen – jeder soll sein Passwort ändern. Bankdaten allerdings seien nicht betroffen.

Es liegt ein Schatten über Ebay: Bei 128 Millionen Nutzern könnte der Cyber-Angriff einer der größten auf ein Unternehmen in der Geschichte sein. dpa

Es liegt ein Schatten über Ebay: Bei 128 Millionen Nutzern könnte der Cyber-Angriff einer der größten auf ein Unternehmen in der Geschichte sein.

New YorkDas Internet-Auktionshaus Ebay ist nach eigenen Angaben Opfer einer Hacker-Attacke geworden. Da die Angreifer in die Kundendatenbank eingedrungen seien, sollten sämtliche Ebay-Nutzer ihr Passwort ändern, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. In der Datenbank seien neben Benutzernamen und Kennwörtern auch E-Mail- und Postadressen der Nutzer sowie deren Telefonnummer und Geburtsdatum gespeichert. Finanzinformationen wie Bankdaten seien dort aber nicht hinterlegt gewesen. Nicht betroffen seien die Kundendaten des Bezahldienstes Paypal, einer Tochter von Ebay.

Es gebe bisher „keinen Beweis“ dafür, dass die Angreifer an sensible Finanzinformationen der Kunden gelangt seien oder die Nutzerdaten für illegale Aktivitäten bei dem Auktionshaus genutzt hätten, erklärte Ebay. Wie viele Kunden genau betroffen seien, teilte das Unternehmen nicht mit. Es könne aber „eine große Zahl“ sein, sagte eine Sprecherin. Die Aufforderung zum Passwortwechsel gilt demnach für alle Ebay-Nutzer.

Den Angaben zufolge gelang es den Angreifern, sich „eine kleine Zahl“ von Mitarbeiter-Log-ins des Auktionshauses zu verschaffen. Mit den Anmeldedaten konnten sie sich im Firmennetz bewegen und verschafften sich den Angaben zufolge zwischen Ende Februar und Anfang März Zugang zu der Kundendatenbank. Ebay habe vor rund zwei Wochen von den gestohlenen Mitarbeiter-Log-ins erfahren und eine Untersuchung eingeleitet, teilte das Unternehmen mit. Der Vorgang werde „aggressiv“ und in Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden sowie Sicherheitsexperten untersucht.

Ebay hat rund 128 Millionen aktive Nutzer. Damit könnte der Cyber-Angriff einer der größten auf ein Unternehmen in der Geschichte sein. Vor einigen Monaten hatte der US-Einzelhandelsriese Target einräumen müssen, dass Hacker sich die Kreditkartendaten von rund 40 Millionen Kunden sowie Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von bis zu 70 Millionen Kunden verschafft hätten.

Von

afp

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

21.05.2014, 17:29 Uhr

Das wundert mich nicht. Ebay´s IT System ist qualitativ fragwürdig. Ein immer wieder erweitertes System ohne Konzept und konsistenz. Beschwerden beim Support werden ignoriert bzw. nicht gelöst aufgrund sehr schlecht ausgebildeter Call-Center Mitarbeiter.

Account gelöscht!

21.05.2014, 18:00 Uhr

Liebe Redaktion, eBay hat seit 2012 ein neues Logo, es wäre Zeit dies zu benutzen.

Account gelöscht!

21.05.2014, 18:31 Uhr

Nein, die Ignoranz von ebay ist legendär und durchaus gewollt. Fragwürdige Auktionen werden auch nach Meldung in der Regel nicht gelöscht. Warum auch, das würde ebay Geld kosten. Ebenso kostet Support Geld. Ein Button "melden" und "Problem lösen" kostet eben kein Geld, so lange kein Mensch dahinter steht und ehrlich gegen unseriöse Geschäftemacher vorgehen.

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