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04.03.2013

06:10 Uhr

Handelsblatt live

Aufbruch in die neue Medienwelt

VonHans-Jürgen Jakobs

Allen Prophezeiungen zum Trotz: Die Zeitung stirbt nicht, sie schafft sich digitale Freiräume. Eine Antwort auf die Frage, wie Journalismus für eine neue Generation aussieht, will die neue App "Handelsblatt Live" geben. 

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Der große Bill Gates machte es sich einfach, und so lag er am Ende einfach daneben. Die Zeitung sei im Jahr 2000 tot, sagte der Microsoft-Mitbegründer 1998, damals im Rausch der New Economy. Gemessen an solchen Prophezeiungen geht es der Presse derzeit sogar ausgesprochen gut.

Sicher, es gibt Ausfallerscheinungen. Aber es gibt auch gedruckte Publikationen wie „Wall Street Journal“, „Handelsblatt“, „Zeit“ oder „Landlust“, die sich eines wachsenden Kundenstamms erfreuen.

"Zeitung tot? Tod sieht anders aus." Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs. Frank Beer für Handelsblatt

"Zeitung tot? Tod sieht anders aus."

Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs.

Und es gibt viele neue Ansätze in dieser andauernden Kulturrevolution, die als „digitaler Wandel“ beschrieben wird und für viele Branchen ein „digitaler Sturm“ ist. Joseph Schumpeter würde heute auf seinem iPad einige Gedanken zur „schöpferischen Zerstörung“ festhalten. Zeitung tot? Tod sieht anders aus.

In ihren goldenen Jahren haben Zeitungen davon gelebt, die Schnellsten zu sein. Rund um 1850 ersetzte die Telegrafie die schnellen Boten der Reiterstaffeln, und Pressetitel hatten Konjunktur. Namen wie „Daily Telegraph“ erinnern an diese Ära. Es kamen mit den Jahrzehnten Radio, Fernsehen, Internet. Und immer wurde es noch schneller, noch hektischer, noch direkter.

Heute ist ein globales TV-Netzwerk wie CNN, das 1995 als Herold der Globalisierung gefeiert wurde, schon wieder eine fürchterlich altmodische Erscheinung. Onkel-Fernsehen. Das Internet hat die Medienwelt nachhaltig verändert. Nichts ist nun mal schneller als ein Tweet oder ein Facebook-Eintrag, wie banal er auch sei.

So geht Handelsblatt Live

Journalismus für eine neue Generation

Handelsblatt Live ist die erste digitale Tageszeitung Deutschlands. Anders als ein ePaper erscheint sie dreimal am Tag. Die wichtigsten Informationen zur neuen App im Überblick.

Immer aktuell

Handelsblatt Live ist die schnellste Tageszeitung Deutschlands. Der Leser bekommt die Inhalte des gedruckten Handelsblatts bis spätestens 20 Uhr auf sein iPad. Um 6 Uhr produziert das Büro in New York die nächste Ausgabe. Die Korrespondenten rund um die Welt liefern zu. Die Redakteure in Düsseldorf fassen dann in der 12-Uhr-Ausgabe das Wichtigste vom Morgen zusammen.

Mehr als nur Text

Handelsblatt Live liefert mehr als "nur" exzellente Texte. Sie werden ergänzt durch Infografiken, Videos und Zusatzinformationen in der linken Spalte. Zu den exklusiven Videoelementen gehört der Börsenbericht von Markus Koch und eine tägliche Kolumne des ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup, der jetzt das Handelsblatt Research Institute leitet.

Leichtes Navigieren

Keine App im deutschsprachigen Raum bietet so vielfältige und leichte Navigationsmöglichkeiten wie Handelsblatt Live.

Die zweite Meinung

Handelsblatt Live bietet nicht nur den umfangreichsten Meinungsteil, sondern auch die sogenannte zweite Meinung. Liberal wie das Handelsblatt ist, stellen wir die Argumente unserer Autoren in den Vergleich mit den Redakteuren anderer Zeitungen und Experten aus aller Welt.

Ihre persönliche App

Handelsblatt Live bietet in der Rubrik "Meine News" einen einzigartigen persönlichen Bereich. Jeder Leser kann sich dort anzeigen lassen, welche Artikel von seinen Lieblingsautoren neu dazugekommen sind. Wer wenig Zeit hat, wird hier in Sekundenbruchteilen fündig.

Börse live

Aktuelle Börsenkurse und eine umfangreiche Übersicht bietet das Marktdatencenter. Hier können Leser in bester Online-Qualität Kurse checken, vergleichen und ihr Portfolio im Auge behalten.

Der Branchenkanal

Das wichtigste aus Ihrer Branche auf einen Blick - das bietet der Branchenkanal. Von Auto bis Dienstleister, von IT bis zur Finanzbranche.

So lebt in ganz modernen Zeiten die Mediengesellschaft im Zustand der unaufhörlichen Anlieferung von Nachrichten, Halbnachrichten und Pseudo-Nachrichten, über die sich ein Sechs-Tage-Erregungsthema als Leitmotiv legt. Das kann ein Lebensmittelskandal, die Fettnäpfchen von „Problem-Peer“ oder der alltägliche Sexismus in einer deutschen Bar um Mitternacht sein. Bisweilen geistert eine Verschwörungstheorie durch die Schlagzeilen.

In einer solchen Lage zählt nicht Tempo, Tempo. In einer solchen Lage sind andere Qualitäten wichtig: Präzision, Richtigkeit, Relevanz, Einordnung, Analyse. Es sind die klassischen Tugenden einer Zeitung. Das „Irgendwie“ des Internet-Stroms verwandelt sie in das „Wie“.

Man macht deshalb einen Fehler, Zeitung nur mit dem Papier zu assoziieren. Papier ist gut, weil man tatsächlich keinen Strom zum Lesen braucht und weil sich mit wenigen Blicken viele Botschaften erfassen lassen. Aber die elektronische Welt bietet demgegenüber die Möglichkeit, öfter am Start zu sein, unabhängig von den Zyklen einer Druckmaschine.

Früher haben die Verlage darum konkurriert, wann die „frische“ Zeitung zum Leser kommt: morgens oder mittags oder abends. Die „B.Z. Am Mittag“ beispielsweise hat in der Weimarer Republik das Alltagsleben verändert. Tablets erlauben es heute, eine Zeitung mit ihrem klassischen Raster in allen drei Zeiträumen erscheinen zulassen: morgens und mittags und abends. Das genau ist das Historische am Start der neuen App Handelsblatt Live, die an diesem Montag erstmals erscheint.

Kommentare (19)

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Michael

04.03.2013, 07:29 Uhr

Die neue App interessiert mich nicht, da Handelsblatt einseitig auf Apple abstellt. Warum?

Ben

04.03.2013, 07:54 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

pool

04.03.2013, 08:24 Uhr

(...)

In China sehen die Nutzer die EU als Despotie und damit ganz ähnlich wie die Nutzer in Europäer.

Chinese: Df-41 wrote:

Unlock the Internet?

We will unlock the Internet as soon as despotic regimes like the US, UK and Europe do the following:

1) close Guantanamo Bay.
2) stop killing children with drones.
3) stop propping up Arab dictators (Saudi, Qatar).
4) stop using depleted uranium in Iraq and Afghanistan.
5) stop going go to war.
6) stop devaluing you debt.
7) free Julian Assange.
8) stop writing propaganda articles.
9) stop using NGOs (USAID, NED, freedom house) to cause social unrest on foreign countries


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