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05.01.2004

10:00 Uhr

HDTV-Technik wird sich endlich etablieren

2004 kommt das neue Fernsehen

VonAxel Postinett

Am 1. Januar 2004 hat eine neue Ära begonnen: Das wegen seiner Bildqualität in den USA und Asien längst hoch geschätzte "High Definition Television" (HDTV), startet mit der Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker den Regelbetrieb in Europa. Das dabei vom belgischen Sender Euro 1080 verwendete Format bietet 1 920 Bildpunkte in der Breite und 1 080 Linien. Zum Vergleich: Das PAL-TV kommt nur auf 625 Linien. Die Vorteile für Detailreichtum und Bildschärfe liegen auf der Hand.

DÜSSELDORF. Nach Jahren des Stillstands geht es Schlag auf Schlag, nachdem am 4. August 2003, Montag morgen um Punkt 8 Uhr eine andere Ära endete: Die letzten analogen Fernsehsender in Berlin wurden abgeschaltet. Die Bundeshauptstadt wechselte unwiderruflich zum digitalen TV. Damit hat sich DVB-T, digitales Fernsehen per Antenne, durchgesetzt.

Der Fernsehmarkt wird sich durch Digitalisierung und HDTV in wenigen Jahren so stark ändern wie wohl zuletzt bei der Einführung des Farbfernsehens, prophezeihen Marktbeobachter. Der Kunde fordert es - und der Rest der industrialisierten Welt hat es schon längst.

Per Satellit werden vorerst allerdings gerade mal rund 2 000 Europäer vier Stunden pro Tag in den Genuss der HDTV-Konserven von Euro 1080 kommen. So viele Digitalreciever sind nach Aussagen des Technischen Directors des Senders, Jack Schapers, bislang verkauft. Das bereits seit neun Jahren ausverkaufte Wiener Musikerlebnis wird über den "Eventchannel" sogar in eine Hand voll Kinos übertragen, um so zahlende Kundschaft anzulocken. Doch letztlich zweifelt niemand mehr daran, dass das HDTV- Zeitalter 2004 beginnt hat.

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