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08.11.2012

14:54 Uhr

Head Mounted Display

Neue Datenbrille mit Augensteuerung

Eine neuartige Datenbrille mit Mikrodisplay ermöglicht dem Nutzer nicht nur den Blick auf die reale Welt, sondern zeigt zeitgleich virtuelle Informationen an. Der Clou: Der Nutzer blättert mit den Augen durch die Seiten.

Mit dieser Datenbrille können Anwender Displays durch die Bewegung ihrer Augen steuern. Fraunhofer Comedd

Mit dieser Datenbrille können Anwender Displays durch die Bewegung ihrer Augen steuern.

DüsseldorfDatenbrillen verbinden den Blick auf die reale Welt mit zusätzlichen Informationen, die über ein Display verfügbar sind. Allerdings müssen die Befehle für diese erweiterte Realität üblicherweise per Datenhandschuh oder Joystick eingegeben werden.

Forscher der Fraunhofer-Einrichtung für Organik, Materialien und Elektronische Bauelemente COMEDD in Dresden haben jetzt eine Brille entwickelt, deren Display allein über Augenbewegungen gesteuert wird. Herzstück des Systems ist ein 11 mal 13 Millimeter großer Chip, der vier Leuchtpixel sowie eine Photodiode in der Mitte enthält.

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2012 könnte das Jahr der Datenbrillen werden. Die „Head-Mounted Displays“ sollen nach dem Willen der Hersteller alltagstauglich werden. Doch der Fortschritt hat seine Kehrseite.

Diese erfasst die Augenbewegung des Brillenträgers. Die Pixel sind zuständig für die Bilder, die der Anwender auf das Mikrodisplay eingespielt bekommt. Blickt der Betrachter durch die Brillengläser zum Horizont, wird vor ihm in einigem Abstand etwa eine Montagezeichnung oder eine Landkarte in einer Größe von bis zu einem Meter projiziert.

„Mit der Datenbrille kann der Nutzer wie gewohnt die reale Welt wahrnehmen, gleichzeitig werden die Augenbewegungen mit der Kamera aufgenommen“, erklärt Projektleiter Rigo Herold.  „Ein Blick auf die Pfeiltaste sorgt dafür, dass eine Seite umgeblättert wird.“ So behält man die Hände frei, der Techniker kann sich ganz auf seine Reparatur, der Chirurg auf seine Operation konzentrieren.

Das System läuft auf Linux und Windows. Kunden erhalten einen Rechner, können aber auch nur die Software kaufen und auf ihren eigenen Rechnern installieren. Auf der weltweit wichtigsten Displaykonferenz SID 2012 in Boston wurde die Datenbrille vor wenigen Monaten mit dem „Best in Show Award“ ausgezeichnet. Derzeit testen erste Interessenten die Möglichkeiten der neuen Technik.

Von

tt

Kommentare (2)

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SexyThing

08.11.2012, 23:50 Uhr

Ja, ja, die Zeit der Mode ist nun endlich rum. Sieht man ja aus wie Döösbaddel!

Wehking

09.11.2012, 11:36 Uhr

Stimmt, noch sieht es komisch aus, weil es ein erster Prototyp ist, die haben wenig Charme. Das wird nicht so bleiben. Mehr Infos zur Brille und zur Forschung gibt es auf dem Forschungs-Blog:http://bit.ly/XMkXNO
Solveig Wehking

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