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19.01.2005

17:30 Uhr

Heimvernetzung, Handy-Fernsehen und Walkie-Talkie-Funktion

CeBIT-Schleier bereits leicht gelüftet

Atemberaubende CeBIT-Sensationen sind rund zwei Monate vor Beginn der Computermesse noch nicht in Sicht. Die Neuerungen liegen wohl eher im Detail. Größtenteils werden bestehende Technologien weiterentwickelt, wie erste Einblicke in die Planungen wichtiger Unternehmen zeigen.

Passanten in Hannover vor einem Cebit-Plakat. Foto: dpa

Passanten in Hannover vor einem Cebit-Plakat. Foto: dpa

HB HAMBURG. Im Mobilfunk dürften Handy-Fernsehen und Walkie-Talkie-Funktion im Mittelpunkt stehen, das Festnetz könnte durch Videotelefonie und vernetzte Heimkommunikation Impulse bekommen. Das ist das Fazit der traditionellen Vorschau, auf der unter anderem T-Mobile, Vodafone, Arcor und Siemens fast zwei Monate vor Messe-Beginn erstmals den Schleier leicht lüfteten.

14 Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, Software und IT präsentierten in Hamburg ihre Vorhaben für die CeBIT 2005, die am 10. März beginnt. T-Mobile will auf der weltgrößten Messe neue Handytarife vorstellen, die in Fortentwicklung der voriges Jahr eingeführten Paketangebote auf weitere Vereinfachung und Anpassung an die Kundenbedürfnisse zielen. Hinzu kommen neue Dienste und Modelle, wobei die Technik mit nahtlosem Übergang zwischen GPRS, UMTS und Wireless LAN im Hintergrund stehen soll. Das A und O sind für T-Mobile Kundennutzen, Bedienfreundlichkeit, Qualität und Beratung.

Große Erwartungen setzt die Telekom-Tochter in die neuen "Push-to-Talk " (PTT)-Handys. Diese auf der vorigen CeBIT in Aussicht gestellte und in den USA beliebte Walkie-Talkie-Anwendung bietet das Unternehmen als bislang einziger deutscher Netzbetreiber seit dem Herbst mit einem Mobiltelefon von Nokia an. "Die Zahl der Kunden liegt im hohen fünfstelligen Bereich", sagte Pressesprecher Husam Azrak. In diesem Quartal sollten es deutlich mehr werden. Denn weitere Modelle anderer Hersteller kämen in Kürze auf den Markt. Im gesamten Jahr will T-Mobile mehr als 20 PTT-Geräte anbieten. Außerdem dürfte das Unternehmen seinen neuen Kindertarif herausstellen, der sicherlich die Konkurrenz in Zugzwang bringt.

Hauptwettbewerber Vodafone hebt stark auf multimediale Unterhaltung ab. Die bereits stattliche Zahl von sieben UMTS-Handys soll im Jahresverlauf verdoppelt werden, wobei weitere exklusive Modelle hinzukommen sollen. Alle bereits erhältlichen Geräte ermöglichen Videotelefonie. Während T-Mobile das als "Spielerei" in den Hintergrund stellt, denkt Vodafone an einen Ausbau: Die Anrufbeantworterfunktionen der Handys soll um die Bild-Komponente ergänzt und das Film-Telefonieren auf die Datenkarten für Laptops ausgedehnt werden.

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