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19.03.2004

15:20 Uhr

Hohe Abschreibungen belasten

Sanyo blickt düster in die Zukunft

Um 88 Prozent hat der japanische Elektronik-Konzern Sanyo Electric seine Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr reduziert. Begründet werden die negativen Aussichten mit einem schleppenden Absatz von Haushaltsgeräten und hohen Abschreibungen.

HB OSAKA. Für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2003/04 werde ein Nettogewinn von drei Milliarden Yen, entgegen früherer Prognosen von 25,25 Milliarden Yen erwartet, teilte Sanyo am Freitag in Tokio mit. Der Konzern begründete die Entwicklung mit einem anhaltend schleppenden Absatz von Haushaltsgeräten angesichts der Konkurrenz aus China und hoher Abschreibungen bei europäischen und US-Töchtern von 15 Milliarden Yen (114 Millionen Euro). Analysten hatten nach einem Nettoverlust von 72,8 Milliarden Yen im Vorjahr im Schnitt einen Gewinn von 26,25 Milliarden erwartet.

Die Prognose für den operativen Gewinn reduzierte Sanyo auf 95 Milliarden von 101 Milliarden Yen. Dennoch hält der Konzern an der Zahlung der bereits angekündigten Halbjahresdividende von drei Yen pro Aktie fest.

Positiv entwickelt hat sich dem Unternehmen zufolge die Mobilfunksparte, die zusammen mit Audiogeräten, Digitalkameras und elektronischen Komponenten ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 2,5 Billionen Yen brachten. Sanyo zählt zu den weltgrößten Herstellern von Digitalkameras und beliefert mit etwa 90 Prozent seiner gesamten Produktion andere Hersteller wie beispielsweise Olympus.

Sanyo-Aktien schlossen am Freitag in Tokio vor Bekanntwerden der Prognose 1,32 Prozent im Minus bei 525 Yen und damit stärker als der Gesamtmarkt.

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