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10.01.2005

08:40 Uhr

HP, Optoma und Cinego wollen neue Käufer gewinnen

Das Kinoerlebnis im Westentaschenformat

VonAxel Postinett

Neue ultrakompakte Videoprojektoren und All- in-One-Heimkinos mit eingebauten Lautsprechern und DVD-Laufwerk gehören zu den Stars der diesjahrigen CES.

HB LAS VEGAS. Die so genannten "Instant-Theaters", die von HP, Optoma und Cinego vorgestellt wurden, verbinden Kino-Projektor, DVD-Player und Soundanlage in einem Gehäuse. Sie sind schnell und ohne Verkabelung auf- und wieder abgebaut und leicht zu bedienen.

Mit den Kompaktkinos sollen auch neue Käuferschichten angesprochen werden. Der Cinego D-1000 mit DVD, Soundsystem und Carl Zeiss Optik wird noch in diesem Jahr für rund 1 250 Dollar exklusiv in Geschäften der Radio-Shack- Kette angeboten werden.

Pocket-Projektoren wie sie von Mitsubishi oder Samsung gezeigt wurden, zielen auf junge, mobile Mediennutzer. Sie sind nicht viel größer als Zigarettenschachteln und können unterwegs auch Bilder von Handys oder Handheld-Spielekonsolen in Größe eines Mittelklassefernsehers an die Wand werfen. Mitsubishi hat sein Gerät mit einem LED-Element anstatt einer Leuchtröhre ausgestattet.

Die kompakten Bauweisen werden speziell durch den DLP-Chip von Texas Instruments ermöglicht. Der Chip in Briefmarkengröße und mit mehr als einer Million winziger, schwenkbarer Spiegel, reflektiert das auftreffende Licht auf die Projektionsfläche. Bei LCD-Geräten fällt das Licht dagegen durch das Display.

"Der DLP-Chip hat rasante Qualitätsfortschritte gemacht", sagt Wolfram Gauglitz, zuständig für das Frontprojektionsgeschäft bei TI. Lag der Kontrastwert des Chips vor acht Jahren noch bei mageren 50:1, liege er heute gut 2 000:1. Mittlerweile haben DLP-Frontprojektoren in den USA mehr als 40 Prozent Marktanteil. Den Rest teilen sich LCD- und Röhrengeräte. Mit neuen, speziell für das Kinoformat 16:9 angepassten Chips, hofft TI, jetzt noch mehr Hersteller für seine Technik an Stelle von LCD-Technik zu gewinnen.

Versuche, die konkurrierende LCOS-Technik aus dem Profibereich tauglich für den Massenmarkt zu machen, hatten sowohl Philips als auch Intel im vergangenen Jahr nach nicht überwindbaren Produktionsproblemen eingestellt.

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