Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2005

10:55 Uhr

IT + Telekommunikation

IBM läuft auf vollen Touren

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2004 angesichts starker Ergebnisse aller Geschäftssparten kräftige Gewinn- und Umsatzsteigerungen verbucht. Dabei profitierte das Unternehmen auch vom schwachen Dollar.

Palamisano

Das Firmen-Foto zeigt IBM-Konzernchef Samuel J. Palmisano.

dpa ARMONK. Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2004 angesichts starker Ergebnisse aller Geschäftssparten kräftige Gewinn- und Umsatzsteigerungen verbucht. Dabei profitierte das Unternehmen auch vom schwachen Dollar.

Besonders gut entwickelten sich das Software- und das Dienstleistungsgeschäft. Dies teilte die International Business Machines Corp. am Dienstag nach Börsenschluss mit.

IBM hatte kürzlich angekündigt, dass die Personal-Computer-Sparte an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo Group verkauft wird. Damit konzentriert sich der Computerriese noch stärker auf seine ertragsreichen Sparten. Mit PCs hatte das Unternehmen in den vergangenen Jahren meist rote Zahlen geschrieben.

Der Computerkonzern steigerte seinen Gewinn aus dem laufenden Geschäft im vierten Quartal um zwölf Prozent auf 3,1 Mrd. Dollar (Vorjahreszeit: 2,4 Mrd. Euro). Der Gewinn pro Aktie legte auf 1,81 (1,56) Dollar zu, während die Wall Street nur mit 1,76 Dollar je Aktie gerechnet hatte. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 27,7 Mrd. Dollar und übertraf damit die Wall-Street-Prognosen von knapp 27,5 Mrd. Dollar. Die IBM - Aktien festigten sich nachbörslich um elf Cent auf 95,01 Dollar.

"Es war das bisher stärkste Quartal mit Gewinnen von erstmals mehr als drei Mrd. Dollar", freute sich IBM-Konzernchef Samuel J. Palmisano. Er verwies auch auf die starke Bilanz und Marktanteilgewinne in Schlüsselmärkten.

Der Dienstleistungsumsatz erhöhte sich in dem Dreimonatsabschnitt um zehn Prozent auf 12,6 Mrd. Dollar. Der Hardware-Umsatz, sprich das IBM-Geschäft mit den Rechnern, stieg um vier Prozent auf 9,5 Mrd. Dollar. Es gab bei bestimmten Server-Modellen starke Umsatzsteigerungen. Die Personal-Systems-Sparte, zu der auch der PC- Geschäftsbereich gehört, verbuchte eine bescheidene Umsatzsteigerung von zwei Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar. Der Softwareumsatz legte im Schlussquartal 2004 deutlich um sieben Prozent auf 4,5 Mrd. Dollar zu.

Der IBM-Jahresumsatz stieg um 8,3 Prozent auf 96,5 Mrd. Dollar. IBM verdiente im vergangenen Jahr 8,4 Mrd. Dollar, elf Prozent mehr als 2003. Der Gewinn pro Aktie legte auf 4,94 (4,34) Dollar zu. Der Jahresumsatz erhöhte sich in Nord- und Südamerika um vier Prozent auf 40,1 Mrd. Dollar. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika legte IBM um zehn Prozent auf 32,1 Mrd. Dollar zu, doch gab es unter Ausklammerung von Wechselkursveränderungen dort nur einen Zuwachs von einem Prozent. Im asiatisch-pazifischen Raum steigerte IBM den Umsatz um elf Prozent auf 21,5 Mrd. Dollar.

IBM rechnet für 2005 damit, dass die Wall-Street-Erwartungen von 102 Mrd. Dollar Umsatz und von 5,55 Dollar Gewinn je Aktie erfüllt oder leicht übertreffen werden, zitierte die "New York Times" am Mittwoch IBM-Finanzchef Mark Loughridge in ihrer Onlineausgabe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×