Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.06.2011

15:17 Uhr

iCloud

Apples sanfte Geister-Wolke

VonStephan Dörner

Apple macht es anders als Google und Microsoft und wählt einen "sanften Weg" in die Wolke. Die Cloud soll für den Anwender unsichtbar im Hintergrund ihre Arbeit verrichten.

Apple-Chef Steve Jobs will Nutzer sanft in die Cloud-Zukunft führen. Anwendungen bleiben vorerst nativ. Quelle: dpa

Apple-Chef Steve Jobs will Nutzer sanft in die Cloud-Zukunft führen. Anwendungen bleiben vorerst nativ.

Am Montag zeigte Apple-Chef Steve Jobs erstmals, wie das Unternehmen die Zukunft der privaten Computernutzung sieht: Nicht die gesamte Anwendung wandert bei den Kaliforniern in die Cloud, sondern lediglich die Daten, die so an jedem Gerät immer synchron sind. Das hat Gründe: Noch immer haben native Applikationen - also solche, die auf den Geräten direkt und nicht im Internet laufen - Vorteile.

Zwar versucht insbesondere Google mit seinen Cloud-Anwendungen wie Google Text und Tabellen das Bediengefühl nativer Anwendungen so gut wie möglich nachzuahmen - doch perfekt gelingt das nicht. Anders als native Anwendungen sind die Cloud-Applikationen nicht speziell auf das jeweilige Gerät abgestimmt. So ist die Bedienung bei Google Text und Tabellen beispielsweise immer gleich - egal, ob es sich um ein Gerät mit herkömmlicher Maus- und Tastatur-Steuerung oder ein Tablet-PC mit Multitouch-Steuerung handelt.

WWDC-Liveblog: Was Steve Jobs der Apple-Welt präsentierte

WWDC-Liveblog

Was Steve Jobs der Apple-Welt präsentierte

Die Augen der Technikfreaks richteten sich am Montag nach San Francisco, wo Steve Jobs die Neuigkeiten rund um Apple vorstellte. Ein Protokoll der Präsentation zum Nachlesen.

Auch Apple strebt an, Anwendungen - wie beispielsweise die Textverarbeitung Pages - über alle Plattformen hinweg bereitzustellen. Doch anstatt die gesamte Anwendung in die Cloud zu verlagern, gibt es für jede Plattform eine eigene App: jeweils für Mac, iPhone- und iPad-Nutzer - und jede kostet extra. Einen Vorteil der Cloud will Apple künftig dennoch nutzen: Die Daten bleiben auf allen Geräten synchron. Ein Dokument, was zuletzt auf dem Mac bearbeitet wurde, kann künftig auch auf dem iPad bearbeitet werden - und Apples unsichtbare "Geister-Cloud" merkt sich dabei auch noch die aktuelle Seite.

Der Vorteil: Die genannten Anwendungen bleiben auf das jeweilige Gerät abgestimmt. Anwendungen auf Geräten mit Touch-Steuerung benötigen deutlich größere Schaltflächen, um sie bequem bedienen zu können. Der Aufruf einer App ist außerdem einfacher als der Aufruf von Anwendungen über den Browser - auch wenn Google hierbei mit seinem Browser Chrome und der "Installation" von Apps Fortschritte macht. Das funktioniert allerdings nur innerhalb des Apple-Universums. Wer Windows oder Linux auf dem PC nutzt, muss auf die Anwendung weiterhin verzichten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×