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28.08.2012

09:46 Uhr

IFA

Elektronikbranche kennt keine Krise

Schneller, größer, schärfer: Die Hersteller von Unterhaltungselektronik messen sich ab Freitag wieder in ihren Lieblingsdisziplinen auf der IFA. Vor der Krise müssen sie kaum Angst haben.

Besucherin auf der IFA 2011. Die Nachfrage nach Elektronikprodukten ist stabil. dpa

Besucherin auf der IFA 2011. Die Nachfrage nach Elektronikprodukten ist stabil.

München/BerlinAuf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zeigen die Anbieter auf dem größten Branchentreff ihre Neuheiten, mit denen sie auch dieses Jahr wieder den Umsatz steigern wollen. Die Hersteller von Fernsehern, Smartphones, Tablet-Computer und Stereoanlagen kennen kaum Konjunktursorgen. Sie können sich beständig darauf verlassen, dass die Kundschaft, fasziniert von neuen Apparaten und Funktionen, den Händlern die Ware aus den Regalen reißt - auch wenn das alte Gerät zu Hause noch tadellos funktioniert.

Die Schlagzahl, mit der die Branche immer neue Begehrlichkeiten produziert, wird dabei ständig höher. Oft reicht dabei die vage Möglichkeit eines Zusatznutzens, um die Verbraucher anzulocken. So hat mittlerweile die Mehrheit der in Deutschland verkauften TV-Geräte einen Bildschirm für dreidimensionales Fernsehen. Dass es nach wie vor kaum 3D-Filme gibt - und schon gar keine deutschsprachigen Sendeangebote mit der neuen Technik - schert die Verbraucher nicht. Auch kann inzwischen jeder zweite Apparat inzwischen mit dem Internet verbunden werden. Studien zeigen allerdings, dass nur jeder zweite Besitzer eines solchen "Smart-TVs" sein Gerät tatsächlich mit dem Web koppelt.

Ganz große Innovationen wie einst den Flachbildschirm bietet die diesjährige Funkausstellung nicht. Aber der Trend der letzten Jahre, immer schärfere und vor allem immer größere Bildschirme anzubieten, setzt sich weiter fort. Erregten vor drei Jahren Mattscheiben mit über 150 Zentimetern Diagonale noch ungläubiges Staunen, sind solche Größen inzwischen Alltag geworden.

Im laufenden Jahr sollen den Verbänden Bitkom und ZVEI zufolge erstmals mehr als zehn Millionen Fernseher über die deutschen Ladentheken gehen. Der Umsatz mit Konsumentenelektronik wird dem ZVEI zufolge um vier Prozent auf 29 Milliarden Euro wachsen. So ist es kein Wunder, dass die Messe wie in den vergangenen Jahren aus allen Nähten platzt.

Kommentare (1)

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Martin

28.08.2012, 13:18 Uhr

"Elektronikbranche kennt keine Krise" ..... erzählen Sie das mal Panasonic oder Sony....

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