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02.09.2012

15:16 Uhr

IFA

Hacker erobern Handys und Autos

Auf der IFA ist es überall sichtbar: Computer stehen längst nicht mehr nur auf dem Schreibtisch. In Form von Smartphones sind sie immer dabei - selbst Autos sind vernetzt. Für Hacker eröffnet das neue Möglichkeiten.

Smartphones von Samsung. Besonders auf Googles Android-System haben es Hacker bislang abgesehen. Reuters

Smartphones von Samsung. Besonders auf Googles Android-System haben es Hacker bislang abgesehen.

München/BerlinTraditionell sind Daten von fremden Computern für Hacker eine feine Sache. Doch mit dem Triumphzug der Smartphones und der zunehmenden Vernetzung von Autos haben sie jetzt noch attraktivere Ziele ausgemacht. In etwa jeder dritte Deutsche nutzt bereits ein internetfähiges Handy, das fast mehr und vor allem interessantere Daten sammelt als herkömmliche Laptops. Denn die Benutzer kommunizieren mit den Geräten nicht nur schriftlich, sondern telefonieren auch und hinterlassen so via Navigationssystem Spuren auf Stadtplänen und Landkarten. Und die neuesten Apparate funktionieren über Kurzstreckenfunk sogar als elektronische Geldbörsen.

Vor allem auf das inzwischen weit verbreitete Google-Handybetriebssystem Android haben es die Hacker abgesehen. "Aus den Hunderten Android-Bedrohungen von Mitte 2011 sind in diesem Jahr Tausende geworden", heißt es in einem Bericht der Intel -Tochter McAfee. Ende März seien 7000 Arten von Schad-Software gegen das Betriebssystem gerichtet gewesen. Bis Jahresende dürfte die Zahl auf knapp 130.000 anschwellen, prophezeit die japanische Anti-Virensoftwarefirma Trend Micro.

Lukrative Geschäftsmodelle für die IT-Ganoven bestehen längst. In Japan erpresste ein Hacker-Ring mit einer Porno-App im Durchschnitt 2000 Dollar von seinen Opfern bevor er aufflog, berichtet Technikchef Raimund Genes von Trend Micro. Die Täter schleusten ein fernsteuerbares Kleinprogramm auf die Smartphones der Betroffenen und drohten damit, die anzüglichen Bilder an alle Telefonbuch-Kontakte der Nutzer zu verschicken.

Insgesamt hat es seit vergangenem Jahr rund 25.000 IT-Angriffe auf die neuen Alleskönner gegeben. Zu den Schäden gibt es bislang aber keine verlässlichen Schätzungen.

Kommentare (1)

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03.09.2012, 11:31 Uhr

Da hilft nur eines: Zwei Handys mit sich herumschleppen. Im Primitiv-Handy habe ich mein "Telefonbuch" und damit empfange ich z.B. auch die mTANs für Online-Banking. Da ist noch nicht mal Java drauf, Hackingversuche sind also mit großer Sicherheit unmöglich.

Die Internetverbindung läuft dann am Smartphone, das nur das Allernötigste an persönlichen Daten enthält. Ich benutze es z.B. als UMTS-Modem für mein Notebook oder um unterwegs mal ins Internet zu gehen.

Apple-Jünger werden diese Lösung natürlich als uncool empfinden. Oft genug renne ich aber nur mit dem Primitvhandy rum, das deutlich kleiner ist als ein Smartphone. Und wenn mir das Ding geklaut wird, ist das Sperren der SIM-Karte und das Bestellen einer neuen der teuerste Posten.

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