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28.08.2012

10:00 Uhr

IFA

Immobilienboom treibt Hausgeräte-Umsatz

In deutschen Haushalten sind viele Kühlschränke und Waschmaschinen in die Jahre gekommen. Nun ist Ersatz fällig, hoffen die Hersteller und erwarten weitere Umsatzzuwächse.

Miss IFA vor einer roten Lichtkugel in Berlin. Haushaltsgerätehersteller wollen drei Prozent Umsatzwachstum mit sparsameren Geräten einfahren. dpa

Miss IFA vor einer roten Lichtkugel in Berlin. Haushaltsgerätehersteller wollen drei Prozent Umsatzwachstum mit sparsameren Geräten einfahren.

BerlinDie Hausgerätehersteller wollen in diesem Jahr in Deutschland vor allem mit sparsameren Geräten ein Umsatzplus von drei Prozent einfahren. Das wäre das fünfte Wachstumsjahr in Folge. „Gründe dafür sind zum einen der hohe Ersatzbedarf“, sagte Branchensprecher Rainer Zinkann der Nachrichtenagentur dpa. „Anfang bis Mitte der 90er Jahre wurden besonders viele Geräte neu angeschafft. Diese müssen jetzt nach und nach ersetzt werden.“ Zum anderen profitiere die Branche davon, dass wieder mehr Häuser und Wohnungen gebaut werden - die neuen Bewohner brauchen dann Küchen und Einbaugeräte.

Im vergangenen Jahr lag der Branchenumsatz im Inland bei 7,7 Milliarden Euro (plus 3,5 Prozent). Bei der diesjährigen IFA (31.8. bis 5.9.) wollen die Hersteller wieder mit Geräten punkten, die weniger Wasser und Strom verbrauchen als ihre Vorgänger. „Erfreulich ist, dass die Verbraucher weiterhin häufig zu höherwertigen und sparsameren Geräten greifen“, sagte Zinkann, der auch Geschäftsführer des Gütersloher Hausgeräteherstellers Miele ist.

„Ebenso wird die IFA weitere Impulse in den Bereichen Vernetzung und intelligentes Energiemanagement geben können.“ Auf der Elektronikmesse präsentieren die Hersteller seit einigen Jahren ihre Visionen vom „Smart Grid“ mit einer digitalen Vernetzung der Hausgeräte. Intelligente Stromzähler erkennen darin etwa, wann der Strom am billigsten ist, die Waschmaschine schaltet sich dann automatisch an - ein Mittel, die Nachfrage zu regulieren, wenn mehr Wind- und Sonnenstrom ins Netz kommt.

Eine Prognose, wie sich die Preise für Hausgeräte entwickeln, wollte Zinkann nicht abgeben. Er wies jedoch darauf hin, dass die Energiekosten auf sehr hohem Niveau seien. Langfristige Verträge mit Lieferanten können jedoch dazu beitragen, zu große Preissprünge zu vermeiden.

Von

dpa

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