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28.08.2012

16:09 Uhr

IFA

Innovations-Center für 3D-Technik in Berlin eröffnet

3D wird auf der IFA wieder ein großes Thema sein. Aber auch in Medizin und Technik gibt es einen riesigen Bedarf. In Berlin sollen Kompetenzen aus Wirtschaft und Wissenschaft gebündelt werden.

Besucher im 3D Innovation Center in Berlin schauen mit Brillen auf 3D-Fernseher. Das Center soll Anlaufstellte für die Weiterentwicklung von 3D-Technologien und - Anwendungen werden. dpa

Besucher im 3D Innovation Center in Berlin schauen mit Brillen auf 3D-Fernseher. Das Center soll Anlaufstellte für die Weiterentwicklung von 3D-Technologien und - Anwendungen werden.

BerlinDeutschland will bei der Entwicklung von 3D-Technologien weiter eine führende Rolle spielen: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler eröffnete dazu am Dienstag das 3D Innovation Center in Berlin. Auf einem Areal von rund 700 Quadratmetern wollen dort insgesamt 50 Forschungseinrichtungen und Unternehmen die Technologien für die verschiedensten Einsatzgebiete gemeinsam weiterentwickeln.

Das Innovation Center schaffe eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, sagte Rösler. Der Minister hob die große Bedeutung der Technologie für den Standort Deutschland und das Wirtschaftswachstum hervor. „Wachstum bekommen wir nur durch Innovationen“, sagte Rösler. Die Technologie aus Deutschland spiele international eine bedeutende Rolle. „Filme wie Avatar sind ohne Technologie made in Germany nicht denkbar.“ Rund 2500 vor allem kleine und mittelständische Unternehmen seien hierzulande in 3D engagiert.

Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Philipp Rösler (FDP) ließ ein 3D-Endoskop zeigen. dpa

Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Philipp Rösler (FDP) ließ ein 3D-Endoskop zeigen.

Für die dreidimensionale Bildwiedergabe gebe es weltweit einen enormen Bedarf, sagte Rösler. Derzeit werde mit der Technologie neun Milliarden Euro Umsatz generiert. Noch lässt sich 3D in den meisten Fällen allerdings nur mit speziellen Brillen konsumieren. In den kommenden Jahren werde sich aber 3D auch ohne Brille durchsetzen, schätzt Rösler.

Auf der IFA in Berlin Ende der Woche wird unter anderem das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut ein 3D-Home-Entertainment-System vorstellen, das dreidimensional wahrnehmbare Filme ohne Sehhilfe zeigt. Dabei werden stereoskopische Inhalte automatisch in autostereoskopische Inhalte konvertiert, die ohne Brille räumlich wirken. Auch Toshiba wird seinen ersten Flachbildfernseher mit 3D ohne Brille mit nach Berlin bringen.

Maßgeblicher Betreiber des Innovation Centers ist das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut. Das Institut habe sehr viel Erfahrung im Thema 3D, sagte Ralf Schäfer vom HHI und Leiter des Innovation Centers. So werde der kommende Standard zur Codierung von 3D-Video auf Technologien beruhen, die das Institut entwickelt hat. Gemeinsam mit Arri und Disney hätten die Forscher des HHI auch ein neues 3D-Kamerasystem entwickelt.

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