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07.09.2013

09:30 Uhr

IFA

Smartphones krempeln den Hifi-Markt um

Der Wandel im Geschäft mit Audio-Technik ist unübersehbar: Seit das Smartphone zum wichtigen Musikplayer geworden ist, sind kompakte Lautsprecher auf dem Vormarsch. Auf dieser Welle wollen neue Anbieter angreifen.

Die Hifi-Branche erlebt einen tiefgreifenden Umbruch: An die Stelle klassischer Musik-Geräte tritt für immer mehr Verbraucher das Smartphone. obs

Die Hifi-Branche erlebt einen tiefgreifenden Umbruch: An die Stelle klassischer Musik-Geräte tritt für immer mehr Verbraucher das Smartphone.

BerlinDie Smartphone-Revolution hat den Hifi-Markt voll erfasst. Für immer mehr Verbraucher ist das Telefon zum zentralen Musik-Gerät geworden - nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause. Der Trend sorgt für einen Umbruch in der Heimelektronik: Lautsprecher, mit denen man Musik direkt vom Handy hören kann, sind auf dem Vormarsch. Damit öffnet sich auch die Tür für neue Anbieter, die das Geschäft der etablierten Platzhirsche aufmischen wollen.

Die Kaufentscheidungen der Verbraucher sprechen eine klare Sprache: In Deutschland stieg der Absatz von Docking-Lautsprechern im ersten Halbjahr dieses Jahres um fast ein Fünftel auf 366.000 Geräte. Der Verkauf klassischer Hifi-Komponenten wie Verstärker oder CD-Player ging dagegen um fast vier Prozent auf 338.000 Geräte zurück. Wer Musik direkt vom Handy abspielt, kann oft auf die bisherige restliche Technik verzichten.

Das Geschäft wird zwar noch von günstigen Docking-Stationen beherrscht: Der Durchschnittspreis lag in Deutschland im ersten Halbjahr bei 112 Euro. Die Branche stellt sich aber auf allen Ebenen um: Selbst Nobel-Marken wie Marantz, Denon oder Bang & Olufsen haben inzwischen Kompakt-Boxen im Programm.

Der Lautsprecher-Spezialist Bowers & Wilkins, berühmt für seine teuren „Nautilus“-Modelle, war sogar an der Speerspitze der Entwicklung. Sein Zeppelin, das mit der typischen Zigarren-Form an die gleichnamigen Luftschiffe erinnerte, wurde mit dem Start 2007 zu einem Aushängeschild der neuen Geräteklasse.

Wandel unterschätzt

Die etablierten Anbieter haben den Wandel der Branche, den Apple mit dem iPod-Player und seiner iTunes-Musikplattform angestoßen hat, zunächst unterschätzt, räumt B&W-Manager Brian Devlin ein. „Wir haben uns die MP3-Player lange angesehen und gesagt: Es ist kein Hifi.“ Wir hatten diesen tiefgreifenden Wandel damals noch nicht erkannt. Man habe darin eher ein Phänomen wie den Kassetten-Walkman von Sony gesehen: Äußerst erfolgreich draußen, aber kaum benutzt im Haus. „Und dann wurde klar, dass das Smartphone für viele Leute das bevorzugte Gerät zum Speichern ihrer Musik geworden ist. Damit ist ein ganz neuer Markt entstanden“, stellt Devlin fest.

B&W macht keine Angaben dazu, wie sich der Umsatz zwischen seinen klassischen Hifi-Lautsprechern und dem neuen Geschäft verteilt. Der Zeppelin habe dem gesamten Geschäft einen Schub gegeben, sagt Devlin nur. Und betont, der Vormarsch der neuen Geräteklasse bedeute nicht das Ende des High-End-Geschäfts. „Wir verkaufen genauso viele teure Lautsprecher wie bisher, auch wenn das Geschäft eher moderat wächst.“

Zugleich hoffe B&W, dass die Mini-Lautsprecher wie der neue Z2 neue Zielgruppen erschließen werden: „Viele Zeppelin-Käufer kannten Bowers & Wilkins gar nicht, weil sie vorher nicht mit High-End-Audio in Berührung gekommen waren.“

Kommentare (1)

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07.09.2013, 10:21 Uhr

Hallo Handelsblatt,

ich würde sehr gerne diese Frau/Mädchen auf dem Foto kennenlernen. Nicht nur die Tattoos sehen klasse aus. Und so wie sie aussieht, steht sie bestimmt auch auf schnelle Autos und starke Männer. Können Sie mir vielleicht helfen ?

Ich würde mich bis heute Abend auf eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Bis, dahin, und danke vorab !

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