Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2012

15:08 Uhr

IFA-Trend zum Allround-Gerät

Tablet trifft Ultrabook

Mehrere Hersteller zeigen in Berlin nun Tablet-Computer, die sich deutlich vom Vorbild iPad unterscheiden. Im Blickpunkt stehen die ersten Geräte mit Windows 8 sowie Hybrid-Modelle, die eine Brücke zum Laptop schlagen.

Der neuartige "Entertain to go"-Dienst der Telekom auf einem Tablet. Filme und Fernsehprogramme sind auf immer mehr Endgeräten abrufbar. dpa

Der neuartige "Entertain to go"-Dienst der Telekom auf einem Tablet. Filme und Fernsehprogramme sind auf immer mehr Endgeräten abrufbar.

Mehr als zwei Jahre nach dem iPad-Start ist der Tablet-Computer im Massenmarkt angekommen. Zahlreiche IFA-Aussteller unterm Berliner Funkturm zeigen neue Geräte, die das Weihnachtsgeschäft ankurbeln und den Marktführer Apple herausfordern sollen. Besonders interessant sind die ersten Tablet-Computer mit dem neuen Microsoft-System Windows 8, kleine Tablets in Notizbuchgröße und sogenannte Hybrid-Geräte, die sich einfach mit einer Tastatur verbinden lassen und sich so nicht nur für die Internet-Nutzung oder auf der Couch, sondern auch zum produktiven Arbeiten anbieten.

Die wichtigsten Begriffe der IFA kurz erklärt:

Smart TV

Es geht um einen Fernseher mit Internet-Anschluss. Die Idee ist, dass der Zuschauer auf seinem Smart TV nahtlos zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten umschalten kann. Im vergangenen Jahr war auf der IFA eher von dem Format HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) oder Hybrid-TV die Rede, wenn es um das Verschmelzen von traditionellem Fernsehempfang und Online-Video ging. Die knappere Bezeichnung Smart TV hat sich aber durchgesetzt.

OLED

Es ist eine Display-Technik mit organischen Elementen, die große Vorteile gegenüber den heute dominierenden LCD-Bildschirmen bietet. Das Bild ist kontrastreicher, zudem sind OLED-Displays nur wenige Millimeter dünn. Das hat allerdings auch seinen Preis: Obwohl die Hersteller die Kosten in den vergangenen Jahren deutlich senken konnten, sind die ersten großen OLED-Fernseher in diesem Jahr vielfach teurer als LCD-Geräte.

CI+

Diese Technik wird immer häufiger für den Empfang digitaler Programme benötigt. Es ist eine Weiterentwicklung der weitverbreiteten „Common-Interface“-Schnittstelle - aber mit erheblichen Einschränkungen für die Zuschauer. So können die Anbieter verhindern, dass Sendungen aufgezeichnet werden oder den Zeitraum beschränken, in denen man sich die Aufnahmen ansehen kann.

HDMI

Die alten SCART-Kabel haben in Zeiten der Fernsehbilder in hoher Auflösung ausgedient. Wer seinen Blu-Ray-Player oder HD-Empfänger mit ordentlicher Qualität an den Flachbild-Fernseher anschließen will, kommt ohne HDMI (High-Definition Multimedia Interface) nicht aus. Dazu gehört auch der Kopierschutz HDCP.

Streaming

Internet-Inhalte wie Musik oder Filme werden beim Streaming (Strömen) nicht komplett auf eine Festplatte heruntergeladen, sondern direkt aus dem Netz abgespielt. Der Vorteil: Keine Ladezeiten. Der Nachteil: Man braucht eine schnelle und stabile Internet-Verbindung.

„Das ist die nächste Phase der Tablet-Revolution“, sagt Sony-Manager Kunimasa Suzuki über das auf der IFA präsentierte Xperia Tablet S. Dieser flache Computer, mit 570 Gramm leichter als sein Vorgänger, läuft allerdings noch mit dem Google-System Android. Der eingebaute Vierkern-Prozessor, hier ein Tegra 3 von Nvidia, ist inzwischen schon zum Standard geworden - die Apps sollen möglichst schnell starten und ihre Inhalte flott aufs Display bringen.


Spannender aber sind gerade die ersten Tablet-Computer mit Windows 8 - das Microsoft-System erscheint am 27. Oktober. Und in einem schroffen Bruch mit seiner bisherigen Linie bringt der Software-Marktführer auch selbst ein Tablet heraus, mit der Modellbezeichnung Surface. Mit einer flachen Tastatur, die gleichzeitig als Schutzhülle dient, schlägt das Microsoft-Gerät die Brücke zum Laptop und liegt damit im Trend: Die neuen Windows-Tablets verschmelzen mit Ultrabooks, den besonders flachen und leichten Notebooks mit bestimmten Leistungsanforderungen, die von Intel aufgestellt wurden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×