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13.04.2012

17:18 Uhr

Illegales Filmportal

Vermittler von Werbung für Kino.to verhaftet

Im Zusammenhang mit dem illegalen Filmportal Kino.to hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Gebäude in fünf Bundesländern durchsucht. Dabei wurden zwei Werbevermittler verhaftet.

Auch eine Werbevermittler von Kino.to ist verhaftet worden. dpa

Auch eine Werbevermittler von Kino.to ist verhaftet worden.

Leipzig/DresdenNach der Zerschlagung des illegalen Filmportals Kino.to nimmt sich die Justiz jetzt das Umfeld vor. Am Mittwoch ließ die Generalstaatsanwaltschaft Dresden zehn Objekte in fünf Bundesländern durchsuchen, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein am Freitag und bestätigte einen Bericht von „Spiegel Online“.

Zwei Geschäftsleute wurden verhaftet. Laut Klein traten ein 23-Jähriger und ein 47 Jahre alter Mann als Werbevermittler auf. Sie sorgten dafür, dass Werbung bei Kino.to platziert wurde. Die beiden Männer wurden in Hamburg und Rheinland-Pfalz verhaftet. Sie sitzen in Untersuchungshaft und sollen in nächster Zeit nach Sachsen gebracht werden. Konkret gab es Durchsuchungen in Hamburg, Hessen, Rheinland- Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Kino.to war im Juni 2011 aufgeflogen. Über die Seite waren zeitweise Hunderttausende raubkopierte Filme, Serien und Dokumentationen zu erreichen, die bei sogenannten Filehostern lagerten. Zeitweise verzeichnete das Portal bis zu vier Millionen Nutzer täglich. Geld wurde mit Werbung verdient.

Am Mittwoch war vor dem Landgericht Leipzig der Chefprogrammierer des Portals zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Wann der Leipziger Kino.to-Gründer vor Gericht kommt, ist noch nicht klar. Ende vergangenen Jahres waren schon mehrere ehemalige Mitarbeiter vom Amtsgericht Leipzig zu Haftstrafen verurteilt worden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

13.04.2012, 17:42 Uhr

Ah, und was ist an der Vermittlung illegal? Dann müßten ja die, die bei Kino.to Werbung geschaltet haben, ebenfalls verhaftet werden.

B.Giertz

14.04.2012, 11:40 Uhr

Das was bei Kino.to passierte war mit Sicherheit kein Kavaliersdelikt,
aber man muss das Vorgehen der Justiz und die bis jetzt verhängten Strafen
mal mit dem Vorgehen und dem Strafmaß von Gewalttätern vergleichen
und spätestens dann kommt einem die Galle hoch !

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