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29.01.2007

10:36 Uhr

In eigener Sache

Handelsblatt.com gewinnt Podcast-Award

VonJulius Endert

Das Videoweblog „Elektrischer Reporter“ von Handelsblatt.com wurde am Freitag (26.1.) in Köln mit dem Podcast Award 2007 ausgezeichnet. Medienjournalist Mario Sixtus, der das Vlog exklusiv für Handelsblatt.com produziert, erhielt die Auszeichnung für die beste inhaltliche Leistung in der Kategorie kommerzielle Podcasts.

Foto: Christof Wolff

Ausgezeichnet: Elektrischer Reporter Mario Sixtus.

KÖLN/DÜSSELDORF. Der Podcast Award 2007 wurde in drei Bereichen verliehen: private Podcasts, kommerzielle Podcasts und Jugend-Podcasts. Eine Fachjury ermittelte die Preise in insgesamt neun Kategorien, darüber hinaus gab es zwei Publikumspreise, die per Internetabstimmung festgelegt wurden. Verliehen wird der Preis vom Podcastclub mit Unterstützung des Eco, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft.

In der Begründung der Jury des Deutschen Podcast Kulturverbandes heißt es: "Mario Sixtus ist auch ohne Podcast-Award schon fast ein Web 2.0-Ehrenbürger, immerhin schreibt er schon lange und mit beachtlicher Resonanz in sein Blog. Wenn Mario Sixtus mit dem Mikro in der Hand durchs Bild schwebt, dann immer in Schwarz-Weiß. Überhaupt nicht schwarz-weiß sind dagegen die Thesen, die seine Gäste aufstellen und denen der Elektrische Reporter höflich alle Zeit einräumt, die sie brauchen, um auch schwierige Themen einleuchtend zu erklären. Was der Zuschauer damit anfängt, ist ihm übrigens im wahrsten Sinn des Wortes selbst überlassen, denn der elektrische Reporter ist unter dem „Creative Commons“-Abkommen lizenziert. Das heißt: Wer Auszüge aus dem Podcast weiter verarbeiten will, darf das grundsätzlich tun."

"Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und sehe mich bestätigt, dass man das neue Format Internetvideo nicht nur im Bereich der Unterhaltung, sondern auch für eine journalistische Berichterstattung erfolgreich nutzen kann", sagt Mario Sixtus. Seit September 2006 veröffentlicht Mario Sixtus jede Woche unter www.elektrischer-reporter.de eine neue Folge zum Themenspektrum Internetkultur und -wirtschaft. Derzeit rufen bis zu 5000 Nutzer seine Beiträge ab. Damit hat der Elektrische Reporter innerhalb kurzer Zeit eine eigene Fangemeinde gefunden.

In den rund zehnminütigen Filmen kommen die Vordenker und Hauptakteure des Webs zu Wort. Beispielsweise spricht der US-Rechtsprofessor Lawrence Lessig über die aktuelle Diskussion zu den Copyright-Regeln und stellt als Alternative zu den derzeit gültigen Regeln die von ihm entwickelten Creative-Commons-Lizenzen vor, mit deren Hilfe Autoren den Nutzern ihrer Werke mehr Freiheiten einräumen können. In der aktuellen Folge interviewt Sixtus den Entwickler und Unternehmer Marc Canter zum Thema soziale Netze im so genannten Web 2.0. Einer seiner nächsten Gesprächspartner wird Marissa Mayer sein, die bei Google unter anderem für den Bereich der Suchmaschinen-Entwicklung verantwortlich ist.

Unter den weiteren Preisträgern, die im Rahmen des zweiten Podcast Kongresses geehrt wurden, waren auch zwei bekannte Gesichter aus dem Fernsehen: Den Publikumspreis erhielten Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph für ihren Podcast Computerclub Zwei. Mit ihrem original Computerclub waren beide beim WDR über zwanzig Jahre lang auf Sendung. Allerdings bezeichnet Back seine Arbeit nicht als Podcast, sondern weiter als Sendung, für die er sogar eine Lizenz beantragen wolle.

Als besten Jugend-Podcaster zeichnete der Kulturverband den 15-jährigen Robin Blase alias Rob Bubbles aus, der in seinem Podcast als „gnadenloser Tester“ über die Szene der Computerspiele berichtet. Den Publikumspreis erhielt David Weitz für seine Castgeschichten, der allerdings bei der Preisverleihung nicht anwesend war, weil er für das Radio arbeiten musste.

Weitere Preisträger im Bereich der kommerziellen Podcast sind: die Sportal-Radioshow und die Firma Ad On Media. Das Dienstleistungsunternehmen ermöglicht mit dem Angebot Audioads die automatische Einbindung von Werbung in Podcasts.

Den ersten Preis in der Kategorie Kultur erhielt der Podcast „Andrea W. wills wissen“. Martin Bauer wurde für seinen Podcast Leben in Erding als bester „Unterhaltungskünster“ ausgezeichnet und Gregor Wossilus nahm einen Preis für seinen Podcast Musik ohne Film entgegen, in dem er unter anderem Eigenkompositionen vorstellt.

Der Deutsche Tierschutzbund siegte in der Kategorie „Aktion“ und als bester privaten Video-Podcaster wurde Alexander Franz Koellner von der Jury ausgezeichnet, der sich in seiner Sendung ifranz.TV nach eigenen Angaben „regelmäßig selbst über sich lächerlich macht.“

Mario Sixtus ist zudem Autor der Weblogs sixtus.net und Dezentrale.

Weitere Informationen über die Preisträger sind unter: www.podcast-award.de abrufbar.

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