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12.01.2005

12:20 Uhr

IT + Telekommunikation

Intel schloss 2004 mit Rekordumsatz ab

Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel hat 2004 mit einem Rekordumsatz und einem kräftigen Gewinnanstieg abgeschlossen. Der Jahresumsatz wuchs um 13,5 Prozent auf 34,2 Mrd. Dollar (etwa 26,1 Mrd. Euro).

Intel

Firmenlogo und Adresse vor dem Firmensitz des US-Chipherstellers "Intel" in Santa Clara.

dpa SANTA CLARA. Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel hat 2004 mit einem Rekordumsatz und einem kräftigen Gewinnanstieg abgeschlossen. Der Jahresumsatz wuchs um 13,5 Prozent auf 34,2 Mrd. Dollar (etwa 26,1 Mrd. Euro).

Damit übertraf Intel die bisherige Rekordmarke von 33,7 Mrd. Dollar aus dem Boom-Jahr 2000. Der Jahresgewinn stieg um ein Drittel auf 7,5 Mrd. Dollar. Es wurden so viele Prozessoren und Chipsets ausgeliefert wie nie zuvor.

Im letzten Vierteljahr verbuchte der Chiphersteller ebenfalls einen Rekord-Quartalsumsatz von 9,6 Mrd. Dollar - ein Plus von zehn Prozent im Jahresvergleich. Der Quartalsüberschuss sank um zwei Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar. Konzernchef Craig Barrett zeigte sich zufrieden: „Wir haben das Jahr 2004 mit Rekorderlösen abgeschlossen und eine solide Nachfrage nach Intel-Produkten in allen Regionen und über alle Absatzwege verzeichnet.“

„Gerade in den drei schwierigsten Jahren haben wir massiv in neue Produktionsverfahren und Produkte investiert“, sagte Deutschland-Chef Hannes Schwaderer. Damit habe das Unternehmen den Grundstein gelegt, um weiterhin wirtschaftlich große Mengen produzieren zu können. Deutschland ist für Intel derzeit der weltweit erfolgreichste Markt sowohl für den Server-Prozessor Itanium als auch im mobilen Bereich, sagte Schwaderer. Deutlich spürbar sei derzeit, dass im Mittelstand wieder investiert werde.

„Es hat sich gezeigt, dass es hier nicht nur um billig, billig geht, sondern für gute Produkte wird auch durchaus Geld ausgegeben“, sagte Schwaderer. In den vergangenen Jahren habe Intel den Umsatz mit Itanium-Chips verachtfachen können. Auch mit der Mobiltechnologie Centrino habe Intel hier zu Lande punkten können. „Der Marktanteil liegt in Deutschland inzwischen deutlich über 80 Prozent.“ Ein wichtiger Faktor für diesen Erfolg sei auch der schnelle Ausbau der mobilen Infrastruktur in Deutschland gewesen. „Mit 5 000 Hotspots rangiert Deutschland hinter den USA weltweit auf dem zweiten Platz“, sagte Schwaderer.

Intels schärfster Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) hatte vor Bekanntgabe der Intel-Quartalszahlen mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung für Turbulenzen an der Börse gesorgt, die Aktie brach um mehr als ein Viertel ein. Der branchenübliche Umsatzsprung im Schlussquartal war bei AMD ausgeblieben. Die Erlöse würden deshalb nur leicht über den 1,24 Mrd. Dollar des Vorquartals liegen, hieß es. Auch beim operativen Ergebnis werde der Wert „erheblich“ unter den 68,4 Mill. Dollar des Vorquartals liegen. AMD gibt seine Quartalszahlen in der kommenden Woche bekannt.

Für das erste Quartal 2005 rechnet Intel unterdessen im Vergleich zum angelaufenen Vierteljahr mit wieder geringeren Umsätzen von 8,8 bis 9,4 Mrd. Dollar. Davon waren Analysten aber auch ausgegangen. Im ersten Quartal 2004 hatte Intel einen Umsatz von 8,1 Mrd. Dollar. Der Chip-Riese kündigte auch an, vom laufenden ersten Quartal 2005 an die Dividende auf acht Cent je Aktie zu verdoppeln. Das Aktienrückkaufprogramm wurde aufgestockt.

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