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12.07.2011

15:33 Uhr

Internet-Anbieter

Deutsche beim Providerwechsel träge

Zahlreiche Internet-Provider werben mit immer günstigeren Angeboten um die Kunden - doch einer aktuellen Studie zufolge zeigen sich die Deutschen beim Providerwechsel äußerst träge.

Kaum ein Deutscher ist bereit, seinen Internet-Anbieter zu wechseln, zeigt eine Studie der EU. Quelle: Reuters

Kaum ein Deutscher ist bereit, seinen Internet-Anbieter zu wechseln, zeigt eine Studie der EU.

BrüsselDie Mehrzahl der deutschen Internetnutzer hat einer Umfrage zufolge trotz vielfältiger Angebote noch nie über einen Anbieterwechsel nachgedacht. 55 Prozent der Befragten des Eurobarometers gaben an, dass weder sie selbst noch andere Mitglieder ihres Haushaltes diese Möglichkeit in Betracht gezogen hätten, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Nur 13 Prozent wechselten bereits einmal.

Noch beständiger waren die Verbraucher demnach bei sogenannten Leistungspaketen, die mehrere Dienste wie Festnetztelefon und Internet oder Festnetz und Handy-Vertrag beinhalten. Hier zogen der Umfrage zufolge 72 Prozent der Deutschen noch nie einen Wechsel in Betracht. 18 Prozent der Befragten wechselten schon einmal.

Dabei werden Computer zunehmend auch als Telefone eingesetzt. 21 Prozent der befragten Haushalte nutzen bereits Internetverbindungen zum Telefonieren, stellte die Studie fest. EU-weit liegen die Deutschen damit unter dem Durchschnitt von 28 Prozent, die Letten machen sogar zu 65 Prozent von Internet-Telefonie-Diensten wie Skype Gebrauch. In zwölf Prozent der deutschen Haushalte ist dem Eurobarometer zufolge der einzige Telefonanschluss ein Handy, ein Festnetzanschluss besteht nicht. Nur rund ein Prozent der Haushalte hierzulande besitzt demnach gar keinen Telefonanschluss.

Von

afp

Kommentare (3)

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Paul

12.07.2011, 16:11 Uhr

Dabei ist Wechseln doch so einfach... Bei mir musste lediglich ein Telekom-Techniker vorbei kommen. Und nachdem ich mir sechsmal fünf Stunden freigenommen hatte (und jedes Mal ohne Nachricht versetzt worden bin), hat's schon beim siebten Termin geklappt.

schosch

12.07.2011, 18:43 Uhr

Es hat einen einfachen Grund, daß der Internet-Zugangsprovider nur selten gewechselt wird.

Die HighTech-Branche ist nur allzu häufig unfähig, einen nahtlosen Wechsel ohne Totalausfall, fehlerhaften Abrechnungen und dem Stranden an unzähligen anderen Klippen zu gewährleisten, kein Wunder daß man sich den Wechsel einer funktionierenden Internet-Verbindung dreimal überlegt.

August

14.07.2011, 11:54 Uhr

Tja, ein Providerwechsel in Deutschland ist auch nicht immer einfach. Denken wir an die Telekom, die Ihre bestandskunden mit miesesten tricks und gekonnten Telefonaten in "weiterführende" 24 Monatsverträge auf krimminelle Art und Weise lockt. Da kann man, wenn man Pech hat, schon ein paar Jährchen festsitzen.

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