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15.01.2007

18:50 Uhr

dpa DÜSSELDORF. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck („Die Zeit“, „Handelsblatt“) ist weiter auf Einkaufstour und beim Internet-Mietportal erento eingestiegen. Für einen Anteil von 13 Prozent habe man einen Betrag zwischen einer und drei Mill. Euro investiert, sagte der Geschäftsführer von Holtzbrinck Ventures Gmbh, Martin Weber, am Montag der dpa.

„Wir mögen solche Marktplatz-Modelle. Erento hat das Potenzial, das Ebay der Mietbranche zu werden.“ Weber schloss weitere Investitionen nicht aus: „Derzeit haben wir zum Glück wieder eine Gründerwelle.“

Die Risikokapitalgeberin der Verlagsgruppe hält mehr als 20 Beteiligungen, darunter die Handwerker-Börse Myhammer.de, die Partnervermittlung parship.de und Meinestadt.de. Erst vor wenigen Tagen hatte die Verlagsgruppe die Studenten-Onlineplattform studivz vollständig übernommen und dafür dem Vernehmen nach 85 Mill. Euro bezahlt.

Erento ist mit mehr als 820 000 Artikeln in 2 200 Kategorien der größte allgemeine Online-Mietmarkt im deutschsprachigen Raum. 4 500 Vermieter kommen auf der Plattform mit bislang 180 000 Kunden ins Geschäft. „Mieten statt bieten“ ist das Motto. Vom künstlichen Wasserfall bis zum Atombunker oder der Geflügel-Rupfmaschine lassen sich auch ausgefallene Mietsachen finden.

Seit einigen Tagen sorgt erento mit einer Demonstranten-Vermietung für Aufsehen. Lobby-Verbände könnten sie über das Portal „Protestierer auf Abruf“ mieten. Damit reagierte die Macher des Portals augenzwinkernd auf den inszenierten Protest gegen die Gesundheitsreform. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung soll über Eventagenturen 170 „Demonstranten“ bezahlt haben.

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